Krankheitsbilder

Heute treten Allergien – also Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis & Co. – immer häufiger auf. Dabei scheint die Bedeutung unseres Lebensstils größer zu sein, als man in der Vergangenheit angenommen hat. Dementsprechend spielt der Lebensstil in der Behandlung und Prophylaxe von Allergien in der Anthroposophischen Medizin eine zentrale Rolle.

Darüber hinaus kennt die Anthroposophische Medizin verschiedene gut wirksame Arzneimittel, die spezifisch eingesetzt werden können. Außerdem können in der Allergie-Therapie Verfahren wie Heileurythmie oder Kunsttherapie sehr gut begleitend eingesetzt werden. Auch eine bewusste Stärkung der Sinne hat sich bei Kindern sowohl in der Allergie-Prävention als auch in der Therapie bewährt.

 

Was tun bei Allergien?

Der Anthroposophische Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Dr. med. Alfred Längler, beantwortet die wichtigsten Fragen

Stimmt es, dass Allergien wirklich so zugenommen haben?

Prof. Längler: Ja, erst kürzlich meldete das » Robert-Koch-Institut erneut, dass fast jeder dritte Deutsche eine Allergie hat – am stärksten zugenommen haben Asthma und Neurodermitis. Damit hat sich die Häufigkeit von Allergien seit 1990 nahezu verdoppelt. Hochgerechnet ist von etwa 12,3 Millionen Betroffenen in Deutschland auszugehen. Frauen sind deutlich stärker betroffen – aber auch Kinder und Jugendliche erkranken zunehmend häufiger.

Was passiert eigentlich bei einer Allergie?

Prof. Längler: Bei einer Allergie antwortet das Immunsystem auf bestimmte, an sich völlig harmlose, Substanzen mit einer überschießenden Reaktion. Das, was bei der Infektionsabwehr erwünscht ist, also die vermehrte Bildung von Antikörpern, wird bei einer Allergie zum Problem. Die auslösenden Substanzen bzw. Allergene sind ganz unterschiedlich: Es gibt Inhalationsallergene (z. B. Pollen, Tierhaare, Feinstaub), Nahrungsmittelallergene, Injektionsallergene (z. B. Insektengifte oder auch bestimmte Medikamente) sowie Kontaktallergene (z. B. Nickel in Modeschmuck).

Woran erkannt man eine Allergie?

Prof. Längler: Die allergische Reaktion zeigt sich meist  als Rötung, Schwellung oder Jucken. Besonders häufig sind Symptome an Haut und Schleimhäuten, in den Atemwegen und am Darm. Etwas bildlich formuliert könnte  man sagen, dass sich die Allergie als Überreaktion typischerweise an den Grenzorganen des Körpers in seiner Umwelt – Haut, Lunge, Darm – zeigt. Im übertragenen Sinne geht es also um die Frage, wie der betroffene Organismus im Verhältnis zur Außenwelt reagiert.

Warum reagiert das Immunsystem so „übertrieben“?

Prof. Längler: Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Eine eindeutige Antwort gibt es (noch) nicht. Sicher ist, dass das Immunsystem ein lernendes System ist, das zwar auch schon beim Neugeborenen einsatzbereit, aber längst nicht vollständig ausgereift ist. Erst im Laufe der Jahre entwickelt das Kind sein spezifisches Abwehrsystem. Dabei setzt sich der kindliche Organismus mit vielen Antigenen (also den abzuwehrenden Stoffen) auseinander. Diese Stoffe „merkt“ sich das Immunsystem – das ist die Grundlage der individuellen Immunität.

Die wichtigste Aufgabe unseres Immunsystems besteht darin, zwischen dem „Fremden“ und dem „Eigenen“ richtig zu unterscheiden: Was zum Eigenen gehört, kann bleiben, was fremd ist, wird verdaut bzw. in den Organismus neu integriert. Gelingt dieser Prozess des Verdauens nicht, kommt es zu überstarken Reaktionen gegen an sich harmlose Stoffe von außen.

Sind wirklich so viele Kinder betroffen? Und wenn ja – warum?

Prof. Längler: Ja, es stimmt, Allergien und Autoimmunerkrankungen treten bei Kindern in den hochindustrialisierten Ländern immer häufiger auf. Beispiel Haut: Inzwischen leiden mehr als 20 Prozent der Kinder in den Industriestaaten an einer atopischen Dermatitis (allergische Hauterkrankung), auch wenn sich die Problematik bei einem Teil der Kinder wieder auswächst.

Seit vielen Jahren wird intensiv nach den Ursachen für die Zunahme der allergischen Erkrankungen geforscht. Heute geht die Medizin davon aus, dass die genetische Komponente doch nicht so groß ist, wie bislang angenommen. Im Mittelpunkt der Ursachenforschung – und damit auch der präventiven Strategien – stehen heute Umwelt- und Lebensstilfaktoren.

Die gute Nachricht: Das Immunsystem ist ein lernendes System. Das heißt: Wenn das Immunsystem des Kindes trainiert wird, kann es lernen, „richtig“ auf äußere Reize zu reagieren. Es ist also durchaus möglich, dass Allergien im Kindesalter vollständig ausheilen.

Damit es erst gar nicht so weit kommt: Was kann man zur Vorbeugung tun?

Prof. Längler: Eine ganze Menge! Denn auf den Lebensstil haben wir ja durchaus Einfluss. In der Anthroposophischen Medizin gehen wir deshalb davon aus, dass die Allergie-Prävention ganzheitlich ansetzen sollte. Aus verschiedenen Studien wissen wir, dass Kinder aus dem ländlichen Umfeld (insbesondere von Bauernhöfen) ein deutlich geringeres Allergierisiko als Stadtkinder haben. Natürlich kann und mag nicht jede Familie aufs Land ziehen, aber wir können dafür sorgen, dass Kinder mit natürlichen potenziellen Allergenen in Kontakt kommen: Sie müssen im Freien spielen dürfen und dabei mit Waldboden, Pflanzen und Bauernhoftieren in direkte Berührung kommen.

Welche Rolle spielt die Ernährung?

Prof. Längler: Eine große! Denn mindestens ebenso wichtig wie der Kontakt mit natürlichen potenziellen Allergenen, wenn nicht noch entscheidender, ist das, was das Kind täglich isst. Das fängt mit dem ersten Lebenstag an: Die wichtigste Allergie-Prävention ist und bleibt das Stillen! Das ist wissenschaftlich inzwischen gut belegt.

Nach dem 6. Lebensmonat sollte die Einführung der Beikost den wesentlichen Grundsätzen einer gesunden Ernährung folgen: qualitativ hochwertig, regional, frisch, natürlich belassen. Vollwert- und Bioküche, die in Ruhe bei gemeinsamen (!) Mahlzeiten gegessen wird, fördert die Verdauungsaktivität. Riechen, Schmecken und Kauen gehören zum gesunden Verdauungsprozess. Ebenso wichtig sind auch längere Nahrungspausen, die dem Organismus Zeit lassen, die Nahrung vollständig abzubauen und aufzunehmen. Diese Art der Ernährung hilft dem Kind dabei, das, was von außen zugefügt wird, durch den Prozess des Verdauens zu etwas „Eigenem“ zu machen.

Ich habe gehört, dass es sinnvoll sein soll, Fieber nicht zu senken?

Prof. Längler: Ja, inzwischen wissen wir, dass es zu einem Anstieg von Allergien kommt, wenn Kinder oft fiebersenkende Mittel bekommen, so dass fieberhafte Infektionskrankheiten abgekürzt oder unterdrückt werden. Auch wenn Eltern gerade im ersten Kindergarten-Jahr am Rande ihrer Nerven sind, weil das Kind einen Infekt nach dem anderen hat: Die ständigen fieberhaften Infekte der Kleinkinder sind nicht Ausdruck eines gestörten Immunsystems, sondern die Voraussetzung dafür, dass sich das Immunsystem gesund ausbilden kann. Dieser Prozess wird allerdings empfindlich gestört, wenn fiebersenkende Mittel gegeben werden. Zum Beispiel führt Paracetamol nachweislich dazu, dass das Allergierisiko im späteren Leben deutlich steigt.

Was ist mit Antibiotika? Gibt es da einen Zusammenhang mit Allergien?

Prof. Längler: Ja, inzwischen haben Studien auch gezeigt, dass Kinder, die vorschnell Antibiotika bekommen, ein höheres Risiko für allergische Erkrankungen haben. Der unkritische Einsatz von Antibiotika sollte also auch im Sinne einer Allergieprophylaxe dringend überdacht werden!

Was macht die Anthroposophische Medizin anders?

Prof. Längler: Auch in der Anthroposophischen Medizin gibt es nicht das eine Zaubermittel, mit dem Allergien sofort geheilt werden können. Aber der ganzheitliche Ansatz der Anthroposophischen Medizin, bei dem Medizin und Pädagogik ineinandergreifen, ist in der Vorbeugung bzw. Behandlung von Allergien sehr hilfreich.

Wir anthroposophischen Kinderärzte empfehlen einen ganzheitlichen Ansatz: Kinder sollten viel Kontakt mit der natürlichen Umgebung haben, sie sollten sehr viel draußen sein, im direkten Kontakt mit Wald, Pflanzen und Bauernhoftieren. Sie sollten gestillt werden und anschließend Vollwertkost bekommen. Fieberhafte Erkrankungen sollten (möglichst ohne fiebersenkende Mittel) in Ruhe ausheilen können. Antibiotika sollten nur dann eingesetzt werden, wenn sie auch wirklich indiziert sind.

Dass diese Faktoren hilfreich sein können, wird durch verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt – zum Beispiel in einer großen schwedischen » Studie (Flöistrup et al., 2006), die zeigte, dass Kinder, die mit diesen (anthroposophischen) Rahmenbedingungen aufwachsen, ein deutlich geringeres Risiko haben, im späteren Leben an einer Allergie zu erkranken.

Wir haben diese Regeln befolgt. Trotzdem hat unser Kind nun Neurodermitis. Warum?

Prof. Längler: Viele Eltern richten sich nach den kinderärztlichen Empfehlungen zur Allergie-Prophylaxe und machen alles „richtig“. Dann ist die Bestürzung natürlich groß, wenn das Kind trotzdem eine Allergie bekommt. Da hilft nur Gelassenheit. Es ist einfach so, dass es keine Garantie für ein Leben ohne Allergie gibt. Ein Trost: Wenn das Immunsystem an Stärke gewinnt (und gut gefördert wird), heilen viele Allergien im Kindesalter im Laufe der Jahre von selber aus!

Welche Art der Therapie empfehlen Sie?

Prof. Längler: Es gibt für verschiedene Allergien entsprechende spezielle Therapien, aber auch einige allgemeine Maßnahmen, die sich bewährt haben. Zum Beispiel die Desensibilisierung, bei dem das entsprechende Allergen stark verdünnt gespritzt wird, so dass der Organismus lernt, diesen Stoff ohne Panik-Reaktion zu verdauen. Besonders erfolgreich ist die Desensibilisierung bei Allergien auf Bienen- oder Wespengift.

Wenn das Kind bereits an einer Allergie erkrankt ist, sollte man die Allergieauslöser meiden. Das heißt: Hausstaubmilbensanierung, kein felltragendes Haustier anschaffen, bei Heuschnupfen eher gehen als Fahrrad fahren. Außerdem gilt: Konsequent darauf zu verzichten, in Gegenwart des Kindes zu rauchen. Sinne und Aufmerksamkeit stärken! Außerdem ein süßer Tipp: Bei Heuschnupfen dem Kind täglich einen Löffel Honig aus der Region (erst ab 12 Monaten) geben: die im Honig enthaltenen Pollen können das Immunsystem sinnvoll stimulieren.

Welche medikamentösen Therapien gibt es?

Prof. Längler: Zur Symptomkontrolle bzw. zur Linderung können Arzneimittel aus der konventionellen Medizin eingesetzt werden, zum Beispiel die bekannten Antihistaminika oder Kortison, das heute örtlich begrenzt anwendet wird. Damit wird das Immunsystem zwar nicht gestärkt, aber die Allergie für den Moment wenigstens etwas erträglicher gemacht.

Zur dauerhaften Therapie einer Allergie kennt die Anthroposophische Medizin verschiedene Arzneimittel, die individuell vom Arzt verschrieben werden und das Immunsystem des Kindes stärken. Darüber hinaus werden in der Anthroposophischen Medizin bei Allergien erfolgreich Heileurythmie und Kunsttherapie eingesetzt.

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Das Herz bildet den Mittelpunkt des gesamten Kreislaufsystems mit einem eng gesponnenen Netz aus ganz unterschiedlichen Blutgefäßen. Oft wird dafür das Bild der „Pumpe“ verwendet, die das Blut zirkulieren lässt. Aber damit wird man dem Herzen in all seiner Komplexität kaum gerecht. Denn das Herz reagiert permanent auf Einflüsse, die von außen und innen einwirken. Es nimmt wahr und reguliert, es gleicht aus und steuert, es staut und impulsiert den Blutfluss. Der Herzschlag ist niemals statisch, er variiert ständig, keiner gleicht dem anderen. Ausgleich und Elastizität sind Zeichen eines gesunden Herzens.

Allerdings ist diese Beweglichkeit immer häufiger in Gefahr, arterielle Ablagerungen machen die Herzkranzgefäße starr und unelastisch. Dabei könnten wir so viel tun. Denn kaum etwas prägt die Gesundheit des Herzens so sehr wie Stress, Hektik, einseitige Ernährung, zu wenig Bewegung, Rauchen, Alkohol.

Dieser Entwicklung setzt die Anthroposophische Medizin besondere Konzepte entgegen: während akute Infarkte in Anthroposophischen Kliniken natürlich zunächst notfallmäßig versorgt werden, geht es in der langfristigen Therapie und auch in der Prävention darum, beim individuellen Lebensstil der Patienten anzusetzen.

Da diese Lebensstilveränderungen meistens nicht leicht fallen, gibt es in zwei großen Anthroposophischen Akutkliniken (Herdecke und Havelhöhe) so genannte „Herzschulen“ als ambulante Therapieprogramme, in denen Herzpatienten und ihre Angehörigen lernen, was sie selber tun können, damit sich ein Herzinfarkt nicht wiederholt – oder gar nicht erst eintritt. Besondere Elemente der Anthroposophischen Medizin wie Heileurythmie und Kunsttherapie sind ebenfalls Bestandteil der Herzschulen.

Zu den Herzschulen der Anthroposophischen Kliniken

… Die » Havelhöher Herzschule stellt sich vor

…  Die » Herdecker Herzschule stellt sich vor

 

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Während ein Burn-out gesellschaftlich eher akzeptiert wird, ist eine Depression für viele Menschen noch immer ein Makel und deshalb ein Tabu. Die Betroffenen schämen sich und verstecken ihre Erkrankung. Denn wer an einer Depression leidet, fällt schnell aus unserer auf Effizienz getrimmten Leistungsgesellschaft heraus. Scham und Einsamkeit sind oft die Folge.

Eine Depression betrifft immer den ganzen Menschen, also Körper, Seele und Geist. Dementsprechend ganzheitlich setzt die Anthroposophische Medizin an: von  Biographiearbeit über künstlerische Therapien bis hin zur Psychotherapie zieht sich der multimodale Ansatz der Anthroposophischen Medizin.

So hat die Anthroposophische Medizin mittlerweile verschiedene klinische Konzepte mit einem vielseitigen therapeutischen Angebot entwickelt, die der Überzeugung folgen, dass es mehr braucht als Psychopharmaka, um die negativen Kreisläufe zu durchbrechen, die sich in der Depression entwickeln.

Wo gibt es Anthroposophische Psychotherapie?

Sie suchen einen anthroposophischen Psychotherapeuten? Bei der » Deutschen Gesellschaft für Anthroposophische Psychotherapie können Sie sich informieren!

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Diabetes ist zur Volkskrankheit geworden: etwa 7 Prozent aller Deutschen über 45 Jahre sind an Typ-2-Diabetes erkrankt, bei den über 65-Jährigen sind es sogar mehr als 17 Prozent. Die Dunkelziffer ist hoch, da viele der Betroffenen (noch) nicht wissen, dass sie erkrankt sind. Auch Kinder und Jugendliche sind zunehmend betroffen. Vor allem Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung begünstigen diese Form der Zuckerkrankheit.

Die Anthroposophische Medizin geht davon aus, dass Diabetes eine Krankheit ist, die verschiedene Dimensionen hat und deswegen mehr bedeutet, als „nur“ ein gestörter Blutzuckerspiegel. Zum Beispiel entwickelt sich gleichzeitig zum Diabetes häufig eine Tendenz zur Sklerose, also zu Verhärtungsprozessen. Heute weiß man außerdem, dass viele Menschen mit Diabetes gleichzeitig eine Depression haben bzw. die Depression ein Risikofaktor für die Entstehung von Diabetes ist.

Bei einem so vielschichtigen Krankheitsbild muss auch die Therapie auf verschiedenen Ebenen ansetzen, also neben der körperlichen auch die seelisch-geistige Ebene ansprechen. Die Anthroposophische Medizin geht darüber hinaus davon aus, dass Diabetes mit einem Therapiekonzept behandelt werden sollte, das vor allem den Lebensstil mit Ernährung und Bewegung umfasst.

Die Behandlung von Diabetes wird in der Anthroposophischen Medizin sowohl ambulant als auch stationär angeboten. Neben der allgemeinen Diabetes-Therapie gibt es in der Anthroposophischen Medizin auch spezifische Konzepte, zum Beispiel für Kinder und Jugendliche mit Diabetes (am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke) sowie für Schwangerschaftsdiabetes.

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In den letzten Jahren hat sich die Therapie von Bluthochdruck deutlich gewandelt: vom Handeln zum Behandeln. Denn es gibt wenige Krankheitsbilder, die so viel mit dem Lebensstil zu tun haben wie der Bluthochdruck. Ernährung, Bewegung und Stressreduktion sind die wichtigsten Elemente, die – so zeigen moderne Studien inzwischen ganz klar – in der Regel mehr ausrichten können als Medikamente.

Dieser Überzeugung ist auch die Anthroposophische Medizin, die für die Bluthochdruck-Patienten ein besonderes Therapiekonzept entwickelt hat, das inzwischen breit angewendet wird: das Drei-Typen-Konzept. Entwickelt wurde dieser Ansatz im Anthroposophischen Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, um den Patienten die Möglichkeit zu geben, ihr Leben so zu verändern, dass Einseitigkeiten der Konstitution ausgeglichen werden. Dadurch sinkt der Blutdruck und die Lebensqualität verbessert sich.

Das Drei-Typen-Konzept umfasst maßgeschneiderte Programme für den Stress-Typ, den Bauch-Typ und den Chaos-Typ. Damit kann die Therapie bei der jeweiligen persönlichen Situation ansetzen und den Patienten individuell unterstützen. Die ganzheitliche Perspektive umfasst Vorschläge für Bewegung, Ernährung sowie für Körper- und Seelenpflege.

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Grundsätzlich kann die Anthroposophische Medizin bei allen akuten und chronischen Krankheitsbildern eingesetzt werden. Besonders häufig kommt dieser Ansatz ins Spiel, wenn Patienten wissen wollen, was sie selbst für sich tun können, damit es ihnen langfristig besser geht – zum Beispiel bei Allergien, Bluthochdruck, Diabetes, Demenz oder Krebs.

Wichtig: Die Anthroposophische Medizin will keine Alternative zur konventionellen Medizin sein - sie wird vor allem bei schweren Krankheitsbildern in der Regel ergänzend eingesetzt.

Hier finden Sie Informationen und weiterführende Links zu verschiedenen Krankheitsbildern, die in der Anthroposophischen Medizin besonders häufig behandelt werden: