Antworten auf allgemeine Fragen
Was ist Anthroposophische Medizin?
Die Anthroposophische Medizin ist keine "Alternativmedizin" und will die moderne naturwissenschaftliche Medizin nicht ersetzen - sie soll vielmehr ganz bewusst erweitert werden. So können in der anthroposophischen Diagnostik und Therapie alle Bestandteile der Schulmedizin eingesetzt werden. Erweiternd bezieht die Anthroposophische Medizin geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein, die auf Rudolf Steiner und Ita Wegman zurückgehen. Damit ist gemeint: Die Anthroposophische Medizin berücksichtigt in Diagnose und Behandlung nicht nur die messbaren Befunde des erkrankten Menschen, sondern auch sein allgemeines Befinden und seine individuelle Lebenssituation.
Was ist der DAMiD?
Der Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD) repräsentiert die Anthroposophische Medizin in allen gesellschaftlichen Bereichen des deutschen Gesundheitswesens. Als Dachorganisation vertritt der Verband die übergeordneten Belange und Interessen seiner 17 Mitglieder. Mitgliedsorganisationen sind Berufs- und Patientenverbände, Klinikverband, gemeinnützige Altenhilfe, Behindertenhilfe sowie Hersteller Anthroposophischer Arzneimittel. Mit verschiedenen Angeboten und Maßnahmen unterstützt der Verband seine Mitglieder, bietet Informationen und vermittelt Ansprechpartner im Bereich der Anthroposophischen Medizin.
Welche Ziele hat der DAMiD?
Die wichtigsten Ziele des DAMiD sind: Die Wahrnehmung und Akzeptanz der Anthroposophischen Medizin in Deutschland zu erhalten und auszubauen sowie die Verfügbarkeit anthroposophischer Therapien und Arzneimittel in der gesetzlichen Krankenversicherung zu gewährleisten und anthroposophische Arzneimittel im Arzneimittelgesetz abzusichern. Gleichzeitig geht es darum, die Therapievielfalt und den Methodenpluralismus in der Medizin zu stärken, damit Ärzte und Patienten gemeinsam entscheiden können, welcher medizinische Ansatz am sinnvollsten ist. Darüberhinaus ist es ein wichtiges Ziel des Dachverbandes, die Berücksichtigung der Komplementärmedizin in Forschung und Lehre voranzubringen.
Wann und von wem wurde die Anthroposophische Medizin begründet?
Die Anthroposophische Medizin geht auf den Naturwissenschaftler und Philosophen Rudolf Steiner (1861-1925) zurück und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von ihm und der Ärztin Ita Wegman (1876-1943) gemeinsam entwickelt.
Welche Rahmenbedingungen gelten für die Anthroposophische Medizin?
Heute wird die Anthroposophische Medizin in über 80 Ländern praktiziert und durch fortlaufende Forschung weiterentwickelt. In Deutschland ist die Anthroposophische Medizin seit 1976 im Arzneimittelgesetz als medizinische Richtung gesetzlich verankert und im Sozialgesetzbuch V als "besondere Therapierichtung" anerkannt. Praktiziert wird die Anthroposophische Medizin ausschließlich von Ärzten, die neben ihrer Approbation und/oder ihrer Facharztausbildung eine Aus- und Weiterbildung in Anthroposophischer Medizin absolviert haben. Auch die Therapeuten der Anthroposophischen Medizin verfügen über akademische Abschlüsse oder sind zertifiziert ausgebildet.
Wird die Anthroposophische Medizin von der Krankenkasse bezahlt?
Für die Kostenübernahme durch die Gesetzlichen Krankenkassen gelten bestimmte Regeln. Bitte informieren Sie sich » hier.
Welche Therapien hat die Anthroposophische Medizin zu bieten?
Zu den Besonderheiten der Anthroposophischen Medizin gehört auch ein erweitertes therapeutisches Spektrum an speziellen Maßnahmen der physikalischen Therapie sowie künstlerische Therapien. Kunsttherapie und Heileurythmie werden zum Beispiel eingesetzt, um die schöpferischen und selbstheilenden Kräfte der Patientinnen und Patienten anzuregen. Darüberhinaus arbeitet die Anthroposophische Medizin mit Rhythmischer Massage nach Dr. Ita Wegman sowie mit stärkenden Öldispersionsbädern, Wickeln und Auflagen. Bitte informieren Sie sich » hier.
