Position beziehen

Die Anthroposophische Medizin ist bekannt dafür, in ethischen Fragestellungen klar Position zu beziehen – sei es in der Frage der Pränataldiagnostik, der Debatte um die Sterbehilfe oder beim Umgang mit Menschen mit Behinderungen. Immer geht es der Anthroposophischen Medizin darum, den Kern des Menschen, seine unverwechselbare und unvergängliche geistige Individualität in den Mittelpunkt der Betrachtungen zu stellen.

Dabei zeigt sich, dass die Anthroposophische Medizin gerade an der „Schwelle“, also in existenziellen Situationen und bei den Übergängen zwischen Tod und Leben, besonders starke Impulse geben kann – ganz konkret zum Beispiel in der Geburtshilfe oder in der Sterbebegleitung.

Nicht zuletzt wurde das heute völlig selbstverständliche Rooming-In, also die gemeinsame Unterbringung von Mutter und Kind in einem Zimmer, vor über 30 Jahren in einem Anthroposophischen Krankenhaus, dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, „erfunden“. Auch Ansätze des anthroposophisch orientierten Umgangs mit Tod und Sterben werden inzwischen in vielen konventionellen Kliniken und Hospizen aufgegriffen.

Hier stellen wir Ihnen einige Themen vor, zu denen die Anthroposophische Medizin konkret Stellung bezogen hat – sowohl in politischen und gesellschaftlichen Debatten zu » Ethik & Medizin als auch innerhalb der » Integrativen Medizin. Außerdem finden Sie in der Rubrik » Im Gespräch über… Interviews zu verschiedenen Fragestellungen aus Medizin, Ethik und Gesundheit.