Hufelandgesellschaft zeichnet den Anthroposophischen Arzt Dr. med. Ulrich Geyer mit dem "Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin" aus

Hufeland Holzschuhpreis 281113Der Gewinner des diesjährigen „Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin“ heißt Dr. med. Ulrich Geyer. Der Preisträger konnte in einer Studie nachweisen, dass die integrativ ausgerichtete Anthroposophische Medizin bei Lungenentzündung auch ohne Antibiotika-Einsatz sicher und angemessen wirksam sein kann. Der Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin – ausgeschrieben von der Karl und Hilde Holzschuh-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Hufelandgesellschaft – ist einer der wichtigsten Preise zur Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Naturheilverfahren. Die Hufelandgesellschaft als Dachverband der Ärztegesellschaften für Komplementärmedizin berät die Stiftung aus fachlich-medizinischer Sicht.

Die ambulant erworbene Lungenentzündung ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten; nach Schätzungen erkranken in Deutschland jährlich zwischen 400.000 und 600.000 Personen an diesem Krankheitsbild. Etwa 200.000 Patienten müssen stationär behandelt werden. Laut aktueller S3-Leitlinien wird in fast allen Fällen eine Behandlung mit Antibiotika empfohlen. Die Studie von Geyer et al zeigt nun, dass man mit Mitteln der Komplementärmedizin (hier: der Anthroposophischen Medizin) in einem integrativ-medizinischen Setting viele Patienten erfolgreich behandeln kann, ohne Antibiotika einsetzen zu müssen. Auch ältere Patienten mit Begleiterkrankungen wie Tumorleiden oder Lungenemphysem profitierten von dieser Therapie.

Das Ergebnis der Studie lässt gerade in Zeiten einer kritischen Zunahme von Antibiotikaresistenzen aufhorchen. Für die Behandlung harmloserer oberer Atemwegsinfekte ist inzwischen gut belegt, dass in der Therapie oft auf Antibiotika verzichtet werden kann. Für Lungenentzündungen fehlten bisher aktuelle Daten. Nun konnte Geyer mit seiner Studie interessante Ergebnisse vorlegen. „Hier wird für ein ernstzunehmendes klinisches Krankheitsbild gezeigt, was die Komplementärmedizin zu leisten vermag“, bewertete Dr. Thomas Breitkreuz, Vorstand der Hufelandgesellschaft und Jurymitglied die Arbeit.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Prof. Dr. med. Benno Brinkhaus für seine Studie zur Akupunktur bei Patienten mit saisonaler Allergischer Rhinitis. „Diese Studie ist als methodologisch hochwertig einzustufen und zeigt, dass Komplementärmedizin auf einem wissenschaftlich hohen Niveau beforscht werden kann“, argumentierte Breitkreuz. Insgesamt resümierte die Stiftung: „Dass wir in diesem Jahr zwei so hochkarätige Studien auszeichnen konnte, zeigt die hohe Qualität der Forschung in der Komplementärmedizin.“

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