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»Warum Anthro-Medizin?

Die Anthroposophische Medizin stellt sich vor

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Der Arbeitskreis Frauengesundheit fordert gemeinsam mit zahlreichen Mitgliedsverbänden eine breit angelegte politische Debatte zu den Herausforderungen in der Geburtshilfe

 

Berlin, 4. Mai 2021. Überfüllte Kreißsäle, zu wenig Personal, zu viele Kaiserschnitte, verunsicherte Eltern – die Geburtshilfe in Deutschland steht unter Druck. Zeit für einen Wandel: Erstmalig haben sich sowohl Frauen- als auch Kinder- und Jugendärzte, Hebammen und Eltern zusammengeschlossen und sprechen sich gemeinsam dafür aus, dass das Thema mit einem Nationalen Geburtshilfegipfel auf die gesundheitspolitische Agenda kommt und auch im Bundestagswahlkampf aufgegriffen wird: „Nur mit gesellschaftlicher und politischer Wertschätzung für Geburtshilfe wird es gelingen, die Rahmenbedingungen in der Geburtshilfe entscheidend zu ändern und auch die Arbeitsbedingungen von Hebammen und ÄrztInnen zu verbessern“, so der Arbeitskreis Frauengesundheit, in dem sich die verschiedenen Verbände von ÄrztInnen, Hebammen und Eltern zusammengeschlossen haben.

Anthroposophische Medizin setzt auf Zusammenarbeit

Auch die Anthroposophische Medizin macht sich für diesen Wandel stark. Vor einigen Jahren hat die » Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD) gemeinsam mit anderen Ärzteverbänden, Hebammen und Eltern die Initiative „Wir – von Anfang gemeinsam“ ins Leben gerufen. 2019 entstand aus dem Zusammenschluss ein interdisziplinärer » Kongress, um über neue Perspektiven und innovative Formen der Zusammenarbeit zu sprechen.

Gabriela Stammer 0567 Web„Wir haben auch im Rahmen unseres Kongresses für die WIR-Initiative schon 2019 einen Nationalen Geburtshilfegipfel gefordert. Nun haben wir mit dem Arbeitskreis für Frauengesundheit einen Partner, mit dem wir dieser Forderung auch politisch noch mehr Gewicht verleihen können“, kommentiert Dr. Gabriela Stammer, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, die für die GAÄD die Initiative „WIR – von Anfang gemeinsam“ mit angestoßen hatte.

Politische Lösungen finden

Dass es eine politische und gesamtgesellschaftliche Lösung geben muss, steht für Stammer außer Frage: „Die Probleme in der Geburtshilfe sind so groß, dass es nicht reichen wird, hier von einem Fachverband zum nächsten über einzelne Lösungsvorschläge zu debattieren. In der Realität sieht es so aus: Wir erleben verunsicherte Eltern, manche berichten sogar von Gewalt unter der Geburt, wir erleben ausgebrannte FrauenärztInnen, die unter Druck und unklarer Rollenverteilung ächzen, wir erleben erschöpfte Hebammen, die sich zunehmend aus der aktiven Geburtshilfe zurückziehen – diese Alarmsignale sollten uns gesamtgesellschaftlich zu denken geben. Dazu kommen noch offene Fragen zur Ausbildung, zur Problematik der Haftung in der Geburtshilfe sowie die völlig unangemessene Finanzierung einer Geburt durch das DRG-System. Deshalb muss jetzt ein politisches Signal her, um die Probleme ressortüberreifend und strukturell anzupacken.“ Der Bundestagswahlkampf sei ein guter Zeitpunkt, um breiter auf die Probleme aufmerksam zu machen – denn die Weichen für die Zukunft würden jetzt gestellt.

Nationaler Geburtshilfegipfel gefordert

In der Politik kommt das Thema inzwischen auch an, vor allem, weil die Hebammen hier wichtige Lobbyarbeit gemacht haben. „Aber auch die Perspektive der Eltern sowie natürlich die der verschiedenen Berufsgruppen ist wichtig, um nachhaltig wirksame Lösungen entwickeln zu können“, so Stammer weiter. „Deshalb fordern wir einen Nationalen Geburtshilfegipfel und haben außerdem ein Strategiepapier zum weiteren Vorgehen entwickelt. Auf der anderen Seite setzen wir ganz konkret an und entwickeln in der Region Angebote für Familien und werdende Eltern, in denen verschiedene Gesundheitsberufe zusammenarbeiten“, fasst Stammer den aktuellen Stand zusammen.

Unterstützen Sie das Anliegen!

Alle, die sich für mehr Zusammenarbeit in der Geburtshilfe stark machen, sind herzlich eingeladen, das Strategiepapier des Arbeitskreises Frauengesundheit zu unterzeichnen und damit die Forderung nach einem Nationalen Geburtshilfegipfel zu unterstützen. Zum » Strategiepapier

Wie können Sie unterzeichnen? Bitte schicken Sie eine entsprechende Mail an den Arbeitskreis Frauengesundheit, in der Sie die Forderung nach einem Geburtshilfegipfel unterstützen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wer steht dahinter?

Die Initiative zur Forderung eines Nationalen Geburtshilfegipfels wurde vom „Runden Tisch Lebensphase Elternwerden“ beim Arbeitskreis Frauengesundheit entwickelt. Mitglieder sind: Mother Hood, Deutscher Hebammenverband, Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands, Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Deutsche Gesellschaft für psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gesellschaft für Geburtsvorbereitung, Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaften, das Bündnis „WIR – von Anfang an“ und Birthcafé.

Zum » Arbeitskreis Frauengesundheit

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