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»Warum Anthro-Medizin?

Die Anthroposophische Medizin stellt sich vor

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Deutscher Bundestag / Plenum

Wird der Klimawandel das nächste große Thema im Gesundheitswesen? Es wäre höchste Zeit. Inzwischen warnen immer mehr Initiativen, Verbände und Fachgesellschaften vor wachsenden gesundheitlichen Folgen des Klimawandels und machen sich für einen Wandel in der Klimapolitik stark. Heute bekommt das Thema – sehr angemessen – auch in den Medien mehr Raum, während solche Warnungen früher nur gehört wurden, wenn es im Sommer extrem heiß wurde. In den vergangenen Wochen haben sich unter anderem die "Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit" (KLUG) sowie das Aktionsnetzwerk "Health for Future" mit neuen Positionspapieren und Vorschläge in die Debatte eingebracht.

Neue Ansätze für das Gesundheitswesen fasst auch eine aktuelle Zukunftsagenda der Robert Bosch Stiftung zusammen, die einen klaren Neustart in Gesundheit und Medizin fordert. Wenig innovativ liest sich hingegen das gesundheitspolitische Wahlprogramm der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, das kürzlich veröffentlicht wurde. Leider spielt die Integrative Medizin als neue Perspektive keine Rolle, obwohl es zwischenzeitlich schon mal anders ausgesehen hatte.

Die Meldungen:

» Endlich - kommt der Klimaschutz in der Medizin an?
» Neustart für das Gesundheitswesen?
» Wenig innovativ: CDU/CSU stellt ihr Wahlprogramm vor
» STIKO eckt mit Impf-Empfehlung für Kinder an

 

Endlich – kommt der Klimaschutz in der Medizin an?

Pexels shvets Klima FBBerlin, 6. Juli 2021. Spät, aber immerhin: Die Medizin stellt fest, dass im Gesundheitswesen zu wenig für den Klimaschutz getan wird. Bis vor zwei Jahren habe man geschlafen und heute dementsprechend einen hohen Nachholbedarf, so ein Sprecher der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) beim Hauptstadtkongress 2021 in Berlin. Auch innerhalb der Ärzteschaft brauche es dringend transdisziplinäre Perspektiven und Lösungen. Das BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ sowie das Projekt KLIK (Krankenhaus trifft Klimaschutz) seien nur erste Schritte.

Übrigens hat sich das anthroposophische Krankenhaus Havelhöhe bereits auf den Weg gemacht: Bis zum Jahr 2030 will die Klinik das erste klimaneutrale Krankenhaus bundesweit sein.

Gesundheitsberufe schließen sich zusammen

Das wird jedoch nicht reichen. Das Aktionsnetzwerk » Health for Future, in dem sich ÄrztInnen, Pflegekraftkräfte und andere Gesundheitsberufe zusammengeschlossen haben, hat im Juni 2021 ein Positionspapier vorgelegt, in dem die AutorInnen eindringlich warnen, dass hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle zunehmen, dass sich die Allergiesaison verlängert und dass Infektionserkrankungen zunehmen werden. Gefordert wird deshalb eine umfassende Transformation hin zu einer klima- und umweltfreundlichen Wirtschaft- und Lebensweise – gefordert wird unter anderem, dass klimaschädliche Subventionen beendet und die Erhöhung des CO2-Preises ausgeglichen werden.

Gesundheitliche Auswirkungen bei Hitzewellen

Wie sich die zunehmenden Hitzeperioden schon jetzt auf die Gesundheit von (älteren) Menschen auswirken, hat der aktuelle Versorgungsreport „Klima und Gesundheit“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zusammengefasst und kommt zu dem Schluss, dass es zunehmend Krankenauseinweisungen bei Älteren aufgrund von Hitzewellen gibt. Jeder vierte AOK-Versicherte über 65 Jahre ist überdurchschnittlich stark gefährdet, an heißen Tagen starke gesundheitliche Probleme zu bekommen. Besonders betroffen sind ältere Männer sowie Menschen mit Vorerkrankungen wie Demenz, Niereninsuffizienz, Depressionen / psychische Erkrankungen, Diabetes sowie chronische Atemwegserkrankungen. Die WissenschaftlerInnen haben außerdem herausgefunden, dass Hitzestress verstärkt mit Altersarmut assoziiert ist.

Neues Info-Angebot der BZgA

Wie sich der Klimawandel ganz konkret auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirkt, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in einem neuen Informationsportal zusammengefasst – und informiert gleichzeitig über Anpassungs- und Schutzmöglichkeiten für BürgerInnen und PatientInnen. Auf der neuen Website unter www.klima-mensch-gesundheit.de finden User Informationen, wie sie Hitzebelastungen vorbeugen können. Das neue Online-Portal wurde vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegeben.

Quelle:

„Klimawandel ist zentrale ärztliche Aufgabe geworden“, Ärzte Zeitung, 17. Juni 2021
„Health for Future veröffentlicht Positionspapier zur Bundestagswahl“, Aktionsnetzwerk, 8. Juni 2021
„Klimawandel macht krank: Ältere haben ein höheres Risiko, wegen steigender Hitzebelastung ins Krankenhaus zu müssen“, Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), 8. Juni 2021
Informationsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.klima-mensch-gesundheit.de

Neustart für das Gesundheitswesen?

R Bosch Stiftung Pixabay geralt away 4610699 1280Berlin, 6. Juli 2021. Um eine grundlegende Erneuerung des Gesundheitssystems anzustoßen, hat die Robert Bosch Stiftung Mitte Juni 2021 die „Neustart! Zukunftsagenda – für Gesundheit, Partizipation und Gemeinwohl“ in Berlin vorgestellt. Die Vorschläge sind in den vergangenen drei Jahren zusammen mit BürgerInnen und ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis erarbeitet worden.

Breiter denken

Die Agenda kritisiert das bisherige Vorgehen der Politik. Statt großer Weichenstellungen führe die Bearbeitung von Einzelfragen zu kleinteiligen, in manchen Bereichen selbst für Fachleute nicht mehr überschaubaren Regulierungen. „Die Pandemie sollte uns aufrütteln, die Schwächen unseres Gesundheitssystems ernst zu nehmen und eine Weiterentwicklung zu wagen. Unser Ziel ist eine Gesundheitsversorgung, die beim Einzelnen anfängt, in den Regionen verankert ist und im internationalen Vergleich Vorbildcharakter hat“, so die Robert Bosch Stiftung. Eine zentrale Empfehlung der Zukunftsagenda ist auch die radikale Neuausrichtung des Systems in Richtung Prävention und soziale Gesundheit.

Auf Gesundheitskompetenz und Partizipation setzen

Darüber hinaus fordert die Robert Bosch Stiftung mehr Investitionen in Gesundheitskompetenz und Partizipation. Um mehr Mitbestimmung zu ermöglichen, sollten Bürger in die Planung und Gestaltung kommunaler und regionaler Gesundheitsversorgung einbezogen werden, zum Beispiel über Gesundheitskonferenzen.

Quelle:

„Für einen Neustart im Gesundheitssystem – Robert Bosch Stiftung präsentiert Zukunftsagenda in Berlin“, 17. Juni 2021

Mehr Infos: www.neustart-fuer-gesundheit.de

Wenig innovativ: CDU/CSU stellt ihr Wahlprogramm vor

Michael Schwarzenberger Pixabay WahlBerlin, 6. Juli 2021. Als letzte der großen Parteien hat die CDU/CSU-Fraktion Ende Juni 2021 ihr Wahlprogramm vorgestellt. Im Vordergrund stehen für CDU und CSU Stabilität und Erneuerung oder auch „Sicherheit im Wandel“ – was auch immer das konkret bedeuten mag. CDU und CSU gehen dabei insbesondere auf die Herausforderungen ein, vor denen die Gesellschaft nach der Bewältigung der Corona-Pandemie steht. Zentral sind außerdem Themen wie wirtschaftliche Stärke, konsequenter Klimaschutz und soziale Sicherheit.

Schwerpunkt Digitalisierung

Zur Gesundheitsversorgung hieß es, man setze auf die bewährte Selbstverwaltung, die freie Arzt- und Therapiewahl sowie auf das Zusammenspiel der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Auch in der Finanzierung soll es grundsätzlich so weiter gehen wie bisher. Als gesundheitliche Ziele nennt das Programm die Verringerung der Bürokratie und die Digitalisierung des Gesundheitswesens, unter anderem mit einer „Innovationsoffensive.“

Das Robert-Koch-Institut soll gestärkt und zum Public-Health-Institut ausgebaut werden. Auch die Pflege soll in toto gestärkt werden. CDU und CSU wollen mehr Angebote für Pflegebedürftige und Angehörige schaffen, die Ausbildung in Pflegeberufen fördern, die Trägervielfalt fördern und verstärkt digitale Hilfsmittel einsetzen. Bei der Finanzierung will die Union den Pflegevorsorgefonds bis 2050 verlängern und mehr auf die betriebliche Pflegeversicherung setzen.

Integrative Medizin kommt nicht vor

Vieles an den Plänen bleibt relativ allgemein. Wirklich neue Ideen gibt es kaum. Auch die Perspektive einer integrativ ausgerichteten Medizin kommt im Wahlprogramm nun doch nicht vor – eine Enttäuschung, da es in dieser Richtung zwischen der Hufelandgesellschaft, dem DAMiD und der CDU/CSU-Bundestagsfraktion direkte Kontakte geben hatte.

Quelle:

„CDU und CSU wollen die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter vorantreiben“, Deutsches Ärzteblatt, 21. Juni 2021

STIKO eckt mit Impf-Empfehlung für Kinder an

DAMiD MasernimpfungBerlin, 6. Juli 2021. Wer hätte das gedacht? Deutschlands oberste Instanz in Sachen Impfen, die Ständige Impfkommission (STIKO) muss ihre Empfehlung immer wieder verteidigen.

Was war passiert? Anfang Juni hat die STIKO – an sich wenig überraschend – keine allgemeine Impf-Empfehlung für Kinder ausgesprochen. Laut STIKO sollen Kinder zwischen 12 und 16 Jahren also nicht grundsätzlich im Rahmen einer generellen Impfkampagne geimpft werden, sondern nur bei bestimmten Vorerkrankungen.

Politik prescht vor

Interessant ist allerdings, dass die Politik trotzdem bereits davor entschieden hatte, die Impfung auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zuzulassen. Die Arzneimittelbehörde EMA hatte der EU-Kommission Anfang Juni die Zulassung für die Impfung von Kindern ab zwölf Jahren mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer erteilt.

Zahlreiche ÄrztInnen und WissenschaftlerInnen appellierten daraufhin an die Politik, bei Impf-Empfehlungen nicht vorzupreschen. Gleichzeitig muss die STIKO und vor allem ihr Vorsitzender Thomas Mertens, zurzeit immer wieder darauf hinweisen, dass sie ihre Entscheidung auf der besten verfügbaren Evidenzbasis getroffen hat – und die Daten zur Impfung bei Kindern nun mal zu gering seien, um eine belastbare Aussage über die Sicherheit in dieser Altersgruppe zu machen. Gleichzeitig sei das Krankheitsrisiko für Kinder minimal.

Differenziert debattieren

Viele ÄrztInnen, Fachgesellschaften und Verbände stellen sich seitdem hinter die STIKO-Empfehlung. Trotzdem flammt die Debatte immer wieder auf – nicht zuletzt durch den unseligen Vorschlag, die Schulen nur dann wieder vollständig zu öffnen, wenn alle Kinder geimpft sind.

Dass diese Debatte auch differenziert geführt werden kann, zeigte die » Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD) am 16. Juni 2021 mit einem ausführlichen Livestream, in dem WissenschaftlerInnen und (Kinder-)ÄrztInnen zu Wort kamen, aber auch zwei Jugendliche, die unterschiedlich zum Impfen stehen. Die Inhalte des Livestreams können ab sofort in der Mediathek der GAÄD abgerufen werden. Voraussetzung ist, dass man sich vorher kostenpflichtig für die Vorträge registriert hat.

Videobotschaft für Jugendliche und junge Erwachsene

Direkt an Jugendliche und junge Erwachsene richtet sich Prof. Dr. David Martin, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin sowie Lehrstuhlinhaber für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin an der Universität Witten/Herdecke, mit seinem Appell "Ihr dürft euch Zeit lassen" und geht in einer Videobotschaft sachlich und unaufgeregt auf das Thema ein: 

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Quelle:

„Impfung der Kinder gegen Covid-19“, Aufzeichnung des » Livestreams der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD) – nur für eingeloggte NutzerInnen

„COVID-19-Impfungen bei Kindern / Rechtliches“, Ärzte für Individuelle Impfentscheidung e.V., 14. Juni 2021

„Mertens kritisiert Drängen auf umfangreiche Kinderimpfung“, Deutsches Ärzteblatt, 21. Juni 2021

Weitere gut aufbereitete wissenschaftliche Informationen zur COVID-Impfung von Kindern und Jugendlichen finden Sie » hier

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