Almuth Steyer,
die neue Regierung ist im Amt und mit ihr eine Gesundheitsministerin, deren Namen niemand auf dem Schirm hatte. Ende letzter Woche stellte Nina Warken (CDU) ihre Agenda vor. Dabei rückte sie das Gesundheitspersonal zentral in den Mittelpunkt:
„Unsere Beschäftigten im Gesundheitswesen sind unser größtes Kapital – hochqualifiziert, engagiert und unverzichtbar“, betonte Warken, denn, wenn die Politik den Fachkräften besser zuhörte, liessen sich viele Herausforderungen im System effektiver lösen. Niemand wisse besser als die Beschäftigten selbst, wo es im Alltag hakt, welche Strukturen verbessert werden müssen und was es braucht, um Patientinnen und Patienten optimal zu versorgen.
Ein zentrales Anliegen: Bürokratie abbauen. Ärztinnen und Ärzte sollen wieder mehr Zeit für ihre Patientinnen und Patienten haben – dafür hätten sie schließlich ihren Beruf gewählt. Auch die Pflege soll ihre Kompetenzen stärker einbringen können. Das klingt ganz in unserem Sinne – in der Anthroposophischen Medizin haben wir schon lange erkannt, dass es Zeit braucht, um Beziehung aufzubauen zwischen Patient:innen, Ärzt:innen und Pflegenden. Und wenn die Ministerin zukünftig den Menschen, die im Gesundheitssystem arbeiten besser zuhört, dann käme sicher einiges in Bewegung!
Was die Regierung sich insgesamt für den Bereich Gesundheit im Koalitionsvertrag vorgenommen hat, haben wir in einem Beitrag für Sie analysiert. Warum Veränderung nötig ist, zeigt ein weiterer Bericht.
Außerdem gab es letzte Woche eine spannende Veranstaltung in unserer Reihe „Zukunft Prävention“, die wir Ihnen gerne auch als Aufzeichnung empfehlen.
Viel Freude bei der Lektüre
Ihr Team vom DAMiD
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