"An der Krankheit aufwachen" - Gedächtnisstörungen, Schwerhörigkeit, Schlaganfall

"Ein echter Mensch ist nicht perfekt und ein perfekter Mensch ist nicht echt!". Möglicherweise wird diese einfache Erkenntnis in den nächsten Jahrzehnten eine ganz neue Bedeutung bekommen. Denn das Ziel eines perfekten Menschen scheint aufgrund der modernen Techniken immer greifbarer. Transhumanismus ist der entscheidende Begriff, um den es hier geht. Implantierung eines künstlichen Herzens, das immer wieder ausgetauscht und erneuert werden kann, künstliche Augen, die möglicherweise durch Add-on-Sensoren in zusätzliche Wellenbereiche wahrnehmen, künstliche Ohren und schließlich Großhirn-Prozessoren, auf die neuronale Signale gelenkt werden, die nicht durch Amyloidablagerungen oder subkortikale, arterosklerotisch-enzephalopathisch Prozesse abgespeicherte Informationen verlieren. Der Mensch 2.0 als SChöpfung von uns Menschen im lean management Verfahren durch künstliche Inteligenz online jederzeit optimierbar. Endlich ein Zustand, in dem man sich nicht mehr für Fehler, seine Schwächen, sein Älterwerden, seine leibliche Infolution schämen müsste. Wollen wir das?

Die Perfektion des "echten" Lebens zeichnet sich dadurch aus, dass das Leben gerade nicht perfekt ist! Auf die "Frühlingsseite" der Kindheit und Jugend und die "Sommerzeit" der Lebensmitte folgt auf leiblicher Ebene im dritten Lebensdrittel eher Herbststimmung mit naturgemäß abbauenden Prozessen. Das sonst problemlos fließende Blut stagniert im Strömen, es kommt leichter zu Thromben, Ischämien, zu Minderperfusion, zu transitorisch ischämischen Attacken (TIAS), womöglich zum Schlaganfall. Das feine Zusammenspiel von Gehörknöchelchen, Innenohrflüssigkeiten, Haarzellen funktioniert zunehmend schlechter und es entsteht Schwerhörigkeit.

Die Kraft, mental etwas wieder zu verlebendigen lässt nach und es kommt zu Gedächtnisstörungen. Gelingt in dieser Phase eine Transformation seelisch-geistiger Kräfte? Ersticken diese Kräfte in der leiblichen Involution oder werden sie frei für Neues? Kommt es in dieser Lebensphase zu einem biographischen Aufwachen und wird die Krankheit statt zu einer Sackgasse vielmehr zu einem Schiffsteg, an dessen Ende es durchaus weiter geht, auch wenn man nicht mehr die "äußeren Stimmen", sondern stattdessen intensiver die inneren Stimmen hört? Viele ältere Menschen schämen sich aufgrund Ihrer immer offensichtlicher werdenden Schwächen. Ist das Schamgefühl nicht auch immer Morgenröte beginnender Transformation?

Wir laden Sie herzlich zu einer Tagung ein, die nicht perfekt sein wird! Statt der gewohnten Umgebung mit Heilpflanzengarten in der unmittelbaren Nähe und "Wohnzimmeratmosphäre" im Tagungssaal treffen wir uns im November in der Filderhalle in Echterdingen unter Einhaltung sämtlicher aktuell notwendiger SARS-Cov-2- MAßnahmen mit Sicherheitsabständen im Tagungsraum und Heileurythmie am jeweiligen Sitzplatz. Wer trotzdem kommt und sich auf diese intermittierende Transformation einlässt, wird inhaltlich reich belohnt.

Auch wenn wir bedauern, nicht das bekannte Ambiente anbieten zu können, derzeit lassen wir uns bewusst auf die Transformation ein, live gemeinsam an Corona aufwachen zu können, ganz in dem Sinne Eine "echte" Tagung ist nicht perfekt und eine perfekte Tagung ist nicht echt.

Das ausführliche Programm finden Sie » hier

Zielgruppe

Ärzte, Apotheker, Medizinisches Personal im Allgemeinen und Studenten

Veranstalter

Medizinisches Seminar Bad Boll e.V.
Herzog-Heinrich-Str. 18
80336 München

Anmeldung

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Kosten
je nach Berufsstand zwischen € 75,00 und € 295,00

Filderhalle

Bahnhofstr. 61
70771 Leinfelden-Echterdingen

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