Demenz ist eines der Krankheitsbilder, das uns in der heutigen Gesellschaft des längeren Lebens häufiger begegnet. Welche Herausforderung diese Erkrankung für unser Zusammenleben, unser Einfühlungsvermögen und unsere Kommunikationsfähigkeit bedeutet, zeichnet sich erst langsam ab.

Hier kann die Anthroposophische Medizin und Pflege wichtige Impulse geben. Die Anthroposophische Medizin geht per se davon aus, dass der Kern der Persönlichkeit eines Menschen, seine Würde und seine einzigartige Biographie nicht verlorengehen können, auch wenn sie sich mehr und mehr verbergen.

Bei einer demenziellen Erkrankung erleben die Patienten einen massiven Verlust an Fähigkeiten und Kompetenzen sowie die Autonomie über das eigene Leben. Darauf muss unsere Gesellschaft eine sinnvolle Antwort finden. Für die Betreuung bedeutet das, dass in der Anthroposophischen Pflege versucht wird, eher auf die Gefühlswelt als auf die kognitiven Fähigkeiten abzuzielen. „Herzens- statt Hirnqualitäten sind gefragt“, wie Uwe Scharf vom Nikodemus-Werk, dem Fachverband für Anthroposophische Alterskultur, sagt.

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