Verstehen

Sie möchten mehr wissen? Eine Übersicht über die Institute, die sich mit der Erforschung der Anthroposophischen Medizin beschäftigen, finden Sie folgend:


Carl Gustav Carus-Institut
Forschung für Krebstherapie Carus Institut
Am Eichhof 30
DE-75223 Niefern-Öschelbronn
» www.carus-institut.de 

 

Filderklinik

Filderklinik
Im Haberschlai 7
DE-70794 Filderstadt-Bonladen
» www.filderklinik.de

 

FIH BerlinForschungsinstitut Berlin/Havelhöhe
  Kladower Damm 221 
DE-14089 Berlin
» www.fih-berlin.de

 

Gerhard Kienle Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthropospophische Medizin
UWHUniversität Witten/Herdecke
Gerhard-Kienle-Weg 4 
DE-58313 Herdecke
» www.uni-wh.de

 

IFAEMMInstitut für angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methodologie (IFAEMM e.V.)
Albert Magnus Haus
Zechenweg 6
D-79111 Freiburg i. Brsg.
» www.ifaemm.de

 

LouisBolkLouis Bolk Instituut
Hoofdstraat 24
NL-3972 LA Driebergen
» www.louisbolk.nl

 

ParacelsusParacelsus-Spital Richterswil
Bergstr. 16
CH-8805 Richterswil
» www.paracelsus-spital.ch

 

UniBernUniversität Bern
Kollegiale Instanz für Komplementärmedizin KIKOM
Inselspital
CH-3010 Bern
» www.kikom.unibe.ch

 

Uniklinik Freiburg

Universitätsklinikum Freiburg
Uni Zentrum Naturheilkunde
Breisacher Str. 115b
D-79106 Freiburg
» www.uniklinik-freiburg.de

 

Bitte schicken Sie mir folgende
Informationsmaterialien zu:

Anthroposophische Medizin erklärt

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Anthroposophische Medizin: Arzneimittel

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Anthroposophische Medizin: Therapien

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Anthroposophische Medizin: Pflege

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Kindergesundheit heute **

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Anthroposophische Medizin – was heißt das eigentlich?

Informieren Sie sich kurz & knapp in unseren Flyern! Die folgenden Broschüren sind per Download oder über das Bestellformular per Post erhältlich:

190 kb Anthroposophische Medizin: erklärt (190 kb)

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230 kbAnthroposophische Medizin: Arzneimittel (230 kb)

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175 kbAnthroposophische Medizin: Therapien (175 kb)

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Titelbild PflegeflyerAnthroposophische Medizin: Pflege (235 kb)

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Kindergesunheit heute MagazinKindergesundheit heute

Das Magazin "Kindergesundheit heute" wurde anlässlich des Kongresses "Kindergesundheit heute" (Stuttgart, 2014) aufgelegt und fasst Themen und Inhalte des Kongresses zusammen. Schauen Sie mal rein!

Editorial Inhaltsverzeichnis  bestellen 

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Die folgenden Informationsbroschüren können Sie sich hier ansehen und herunterladen (beachten Sie bitte die jeweilige Dateigröße!).

Broschüre zur Anthroposophischen Heilpädagogik und Sozialtherapie (840 kb)

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Anthroposophische Arzneimittel (1,6 MB)

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Anthroposophische Medizin in Wissenschaft und Forschung (2,1 MB)

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2,0 mbAnthroposophische Medizin - Was sie ist, was sie will, was sie kann (2 MB)

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2,5 mbAnthroposophische Therapien (625 kb)

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2,5 mbAnthroposophische Pflege (1,7 MB)

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Was bedeutet das eigentlich – Anthroposophische Medizin? Ergänzung oder gar Gegensatz zur Schulmedizin? Wer hat's erfunden? Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Wofür steht "Anthroposophische Medizin"?

Die Anthroposophische Medizin ist keine "Alternativmedizin" und will die moderne naturwissenschaftliche Medizin nicht ersetzen – sie soll vielmehr ganz bewusst erweitert werden. Damit ist gemeint: Die Anthroposophische Medizin berücksichtigt in Diagnose und Behandlung nicht nur die messbaren Befunde des erkrankten Menschen, sondern auch sein allgemeines Befinden und seine individuelle Lebenssituation.

Praktiziert wird die Anthroposophische Medizin ausschließlich von Ärzten, die neben ihrer Approbation und/oder ihrer Facharztausbildung eine Aus- und Weiterbildung in Anthroposophischer Medizin absolviert haben. Auch die Therapeuten der Anthroposophischen Medizin verfügen über akademische Abschlüsse oder sind zertifiziert ausgebildet. So können in der anthroposophischen Diagnostik und Therapie alle Bestandteile der Schulmedizin eingesetzt werden. Erweiternd bezieht die Anthroposophische Medizin geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein, die auf Rudolf Steiner und Ita Wegman zurückgehen.

Wer hat die Anthroposophische Medizin begründet?

Die Anthroposophische Medizin geht auf den Naturwissenschaftler und Philosophen Rudolf Steiner (1861-1925) zurück und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von ihm und der Ärztin Ita Wegman (1876-1943) gemeinsam entwickelt.

Welche Stellung hat die Anthroposophische Medizin?

Heute wird die Anthroposophische Medizin in über 80 Ländern praktiziert und durch fortlaufende Forschung weiterentwickelt. In Deutschland ist die Anthroposophische Medizin seit 1976 im Arzneimittelgesetz als medizinische Richtung gesetzlich verankert und im Sozialgesetzbuch V als "besondere Therapierichtung" anerkannt.

Wird die Anthroposophische Medizin von der Krankenkasse bezahlt?

Ja, allerdings gelten für die Kostenübernahme der Therapien und der Arzneimittel durch die Gesetzlichen Krankenkassen bestimmte Regeln.Bitte informieren Sie sich » hier [bitte verlinken zu Erstattung & Kosten]

Welche Therapien setzt die Anthroposophische Medizin ein?

Zu den Besonderheiten der Anthroposophischen Medizin gehört auch ein erweitertes therapeutisches Spektrum: Anthroposophische Kunsttherapie und Heileurythmie werden zum Beispiel eingesetzt, um die schöpferischen und selbstheilenden Kräfte der Patientinnen und Patienten anzuregen. Darüber hinaus arbeitet die Anthroposophische Medizin mit Rhythmischer Massage nach Dr. Ita Wegman sowie mit stärkenden Öldispersionsbädern, Wickeln und Auflagen. Bitte informieren Sie sich » hier [bitte verlinken zu: Verstehen / Therapien]

Gibt es auch Anthroposophische Krankenhäuser?

Ja. Stationär ist die Anthroposophische Medizin in Deutschland durch 15 Klinikeinrichtungen vertreten, zu denen Akutkliniken, Fachkliniken sowie Kur- und Reha-Einrichtungen gehören. Die Akutkrankenhäuser kommen dem gesetzlichen Versorgungsauftrag für die Bevölkerung nach. Die drei größten Akutkliniken sind Herdecke (Witten-Herdecke), Havelhöhe (Berlin) und die Filderklinik (nahe Stuttgart). Daneben gibt es Fachkliniken für Psychiatrie und Psychosomatische Medizin, ebenso wie internistische Abteilungen an Allgemeinkrankenhäusern sowie Reha-Einrichtungen mit den Schwerpunkten Krebsnachsorge, Geriatrie, Psychosomatik und Eltern-Kind-Kuren. Insgesamt kommt die Anthroposophische Medizin in Deutschland auf rund 1.800 Betten, davon ca. 1.500 im Akut- und 300 im Reha-Bereich. Außerdem gibt es 35 Anthroposophische Pflegeheime plus 23 Anthroposophische Pflegedienste sowie 228 Anthroposophische heilpädagogische Einrichtungen.

Wo finde ich eine/ anthroposophische/n Ärztin/Arzt?

Wo Sie eine/n anthroposophische/n Ärztin/Arzt finden, erfahren Sie bei der Hotline des anthroposophischen Patientenverbandes GESUNDHEIT AKTIV. Dort können Sie auch erfahren, wo es stationäre Einrichtungen der Anthroposophischen Medizin gibt. Die Hotline ist von Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr, und von Montag bis Donnerstag, von 14 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 01803 – 30 50 55 besetzt (0,09 €/Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk höchstens 0,42 €/Min.).

Was bedeutet das eigentlich - Anthroposophische Medizin? Ergänzung oder gar Gegensatz zur Schulmedizin? Wer hat´s erfunden? Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestelle Fragen.

Wofür steht "Anthroposophische Medizin"?

Die Anthroposophische Medizin ist keine "Alternativmedizin" und will die moderne naturwissenschaftliche Medizin nicht ersetzen – sie soll vielmehr ganz bewusst erweitert werden. Damit ist gemeint: Die Anthroposophische Medizin berücksichtigt in Diagnose und Behandlung nicht nur die messbaren Befunde des erkrankten Menschen, sondern auch sein allgemeines Befinden und seine individuelle Lebenssituation.

Praktiziert wird die Anthroposophische Medizin ausschließlich von Ärzten, die neben ihrer Approbation und/oder ihrer Facharztausbildung eine Aus- und Weiterbildung in Anthroposophischer Medizin absolviert haben. Auch die Therapeuten der Anthroposophischen Medizin verfügen über akademische Abschlüsse oder sind zertifiziert ausgebildet. So können in der Diagnostik und Therapie alle Bestandteile der Schulmedizin eingesetzt werden. Erweiternd bezieht die Anthroposophische Medizin geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein, die auf Rudolf Steiner und Ita Wegman zurückgehen.

Wer hat die Anthroposophische Medizin begründet?

Die Anthroposophische Medizin geht auf den Naturwissenschaftler und Philosophen Rudolf Steiner (1861-1925) zurück und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von ihm und der Ärztin Ita Wegman (1876-1943) gemeinsam entwickelt.

Welche Stellung hat die Anthroposophische Medizin?

Heute wird die Anthroposophische Medizin in über 80 Ländern praktiziert und durch fortlaufende Forschung weiterentwickelt. In Deutschland ist die Anthroposophische Medizin seit 1976 im Arzneimittelgesetz als medizinische Richtung gesetzlich verankert und im Sozialgesetzbuch V als "besondere Therapierichtung" anerkannt.

Wird die Anthroposophische Medizin von der Krankenkasse bezahlt?

Ja, allerdings gelten für die Kostenübernahme der Therapien und der Arzneimittel durch die Gesetzlichen Krankenkassen bestimmte Regeln. Bitte informieren Sie sich » hier

Welche Therapien setzt die Anthroposophische Medizin ein?

Zu den Besonderheiten der Anthroposophischen Medizin gehört auch ein erweitertes therapeutisches Spektrum: Anthroposophische Kunsttherapie und Heileurythmie werden zum Beispiel eingesetzt, um die schöpferischen und selbstheilenden Kräfte der Patientinnen und Patienten anzuregen. Darüber hinaus arbeitet die Anthroposophische Medizin mit Rhythmischer Massage nach Dr. Ita Wegman sowie mit stärkenden Öldispersionsbädern, Wickeln und Auflagen. Bitte informieren Sie sich » hier

Gibt es auch Anthroposophische Krankenhäuser?

Ja. Stationär ist die Anthroposophische Medizin in Deutschland durch 15 Klinikeinrichtungen vertreten, zu denen Akutkliniken, Fachkliniken sowie Kur- und Reha-Einrichtungen gehören. Die Akutkrankenhäuser kommen dem gesetzlichen Versorgungsauftrag für die Bevölkerung nach. Die drei größten Akutkliniken sind Herdecke (Witten-Herdecke), Havelhöhe (Berlin) und die Filderklinik (nahe Stuttgart). Daneben gibt es Fachkliniken für Psychiatrie und Psychosomatische Medizin, ebenso wie internistische Abteilungen an Allgemeinkrankenhäusern sowie Reha-Einrichtungen mit den Schwerpunkten Krebsnachsorge, Geriatrie, Psychosomatik und Eltern-Kind-Kuren.

Insgesamt kommt die Anthroposophische Medizin in Deutschland auf rund 1.800 Betten, davon ca. 1.500 im Akut- und 300 im Reha-Bereich. Außerdem gibt es 35 Anthroposophische Pflegeheime plus 23 Anthroposophische Pflegedienste sowie 228 Anthroposophische heilpädagogische Einrichtungen.

Wo finde ich eine/n anthroposophische/n Ärztin/Arzt?

Wo Sie eine/n anthroposophische/n Ärztin/Arzt finden, erfahren Sie bei der Hotline des anthroposophischen Patientenverbandes GESUNDHEIT AKTIV. Dort können Sie auch erfahren, wo es stationäre Einrichtungen der Anthroposophischen Medizin gibt.

Die Hotline ist von Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr, und von Montag bis Donnerstag, von 14 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 01803 – 30 50 55 besetzt (0,09 €/Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk höchstens 0,42 €/Min.).

Oder Sie nutzen die » Arztsuche auf der Website der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD).

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Die Anthroposophische Medizin arbeitet mit Arzneimitteln, die auf verschiedenen Ebenen wirken: Sie greifen direkt in akute und chronische Krankheitsprozesse ein, lindern Symptome und unterstützen den Heilungsprozess. Sie werden entweder als Einzeltherapie oder auch häufig begleitend zur Schulmedizin verordnet – gemäß dem Ansatz der Anthroposophischen Medizin, die sich als Erweiterung und nicht als Ersatz der modernen naturwissenschaftlichen Medizin versteht.

Die Anthroposophischen Arzneimittel unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle und den für alle Arzneimittel geltenden gesetzlichen Auflagen. Das breite Anwendungsgebiet reicht von Bagatellerkrankungen bis hin zu schwerwiegenden Krankheitsbildern, wie zum Beispiel die Misteltherapie in der Onkologie (Krebstherapie).

Etwas ganz Besonderes

Ursprung, Herstellung und Anwendung der Anthroposophischen Arzneimittel gehen auf Rudolf Steiner zurück, der die grundlegenden Konzepte zusammen mit Pharmazeuten Anfang des vergangenen Jahrhunderts erarbeitet hatte. Seit damals werden diese Grundlagen nach modernen Erkenntnissen laufend weiter entwickelt.

Die Anthroposophische Medizin verwendet für ihre Arzneimittel fast ausschließlich natürliche Ausgangsstoffe. Die Rohstoffe und Ausgangsmaterialien sind entweder mineralischen, metallischen, pflanzlichen oder tierischen Ursprungs: zum Beispiel Quarz, Schwefel, Kupfer, Silber, Arnika, Euphrasia, Bienen, Ameisen, Schlangengift. Die meisten Heilpflanzen kommen aus dem biologisch-dynamischen Anbau oder aus zertifizierter Wildsammlung. Die mineralischen und metallischen Ausgangsstoffe werden aus natürlich vorkommenden Gesteinen, Mineralien und Erzen aufgeschlossen. Die Anthroposophische Pharmazie arbeitet die spezifischen Heilkräfte eines natürlichen Stoffes heraus, um sie auf ein bestimmtes therapeutisches Ziel hin auszurichten und gezielt einzusetzen.

Vielseitig hergestellt und angewendet

Für die Anthroposophischen Arzneimittel gelten sehr unterschiedliche Herstellungsverfahren, die vom jeweiligen Krankheitsbild abhängen. Neben den konventionellen Herstellungsarten – wie zum Beispiel Extraktion von Drogen bzw. frischen Arzneipflanzen mit Alkohol/Wasser-Gemischen oder Bearbeiten von Mineralien mit chemisch-physikalischen Methoden – kommen in der Anthroposophischen Pharmazie auch spezielle Verfahren zum Einsatz: Ein Beispiel ist die so genannte Metallspiegelherstellung, bei dem das Metall eine außergewöhnliche Reinheit und Qualität aufweist, die in dieser Form handelsüblich nicht zur Verfügung steht.

Darüber hinaus hält die Anthroposophische Pharmazie eine Vielzahl von unterschiedlichen Medikamenten bereit, die es ermöglicht, die Behandlung genau auf die medizinischen Erfordernisse des jeweiligen Krankheitsbildes und individuell auf den gesamten Organismus des Patienten abzustimmen. Eine komplette Übersicht bietet der Anthroposophische Pharmazeutische Codex (APC), der als Arzneibuch die Qualität der Anthroposophischen Medikamente sichert.

Wirksam gegen Krebs

Auch bei schwerwiegenden Erkrankungen hat sich die Anthroposophische Pharmazie bewährt. Das bekannteste Beispiel ist die Misteltherapie, die heute zu den meist verordneten Arzneimitteln in der Krebsmedizin gehört und damit de facto zu einer biologischen Standardtherapie in der Onkologie geworden ist.

Mistelextrakte wirken im menschlichen Körper auf unterschiedliche Weise. Sie können den "Selbstmord" (Apoptose) der Krebszellen anregen und dazu beitragen, dass der Tumor nicht weiter wächst oder sogar kleiner wird. Die aufgrund der Krebserkrankung verringerten Immunzellen vermehren sich wieder. In vielen Studien konnte mittlerweile gezeigt werden, dass sich die Misteltherapie direkt auf die Lebensqualität auswirkt: Mit Mistel behandelte Krebspatienten fühlen sich insgesamt besser und leistungsfähiger, haben mehr Appetit, schlafen besser und sind weniger infektanfällig. Auch wirkt die Misteltherapie stimmungsaufhellend, kann tumorbedingte Schmerzen lindern und das Fatigue-Syndrom (Müdigkeit) verbessern.

Mistelextrakte werden meist subkutan gespritzt. Die Dosis wird langsam gesteigert, bis an der Einstichstelle eine Rötung erkennbar ist. Diese Lokalreaktion ist keine Nebenwirkung, sondern erwünscht – zeigt sie doch an, dass das Immunsystem auf die Mistel reagiert. Jede Misteltherapie ist eine individuelle Therapie, so dass es kein Schema gibt, das für alle Patienten gleichermaßen gültig ist. Dementsprechend gibt es in der Misteltherapie immer eine Einleitungsphase, um die Verträglichkeit zu testen und um die richtige Dosis sowie das passende Präparat zu finden. Anschließend folgt die zyklische Erhaltungstherapie über mehrere Jahre. Eine Misteltherapie sollte bei einem darauf spezialisierten Arzt erfolgen.

Obwohl die Misteltherapie das am besten erforschte komplementärmedizinische Verfahren in der Krebsmedizin ist, wird ihre klinische Wirksamkeit immer wieder kontrovers diskutiert. Bei sachlicher Betrachtung der Studienlage kommt man allerdings heute nicht mehr umhin, die Misteltherapie als etabliertes Therapieverfahren mit hoher Wirksamkeit zu bewerten. Die Patientinnen und Patienten sehen das mittlerweile genauso. Rund 60 Prozent der Krebspatienten wenden die Mistel heute an.

 

Erfahren Sie mehr ...

» Gesellschaft Anthroposophischer Apotheker in Deutschland e.V.