Im Juli 2017 wurde Prof. Dr. David Martin, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, neu als Leiter des Gerhard Kienle Lehrstuhls für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin der Universität Witten/Herdecke berufen.

Der Gerhard Kienle Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin hat einen neuen Leiter: Im Juli 2017 wurde der Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, Endokrinologie und Onkologie, Prof. Dr. David Martin, auf die Leitung des Lehrstuhls berufen.

Forschungsprojekt Fieber

Hier forscht Prof. Dr. David Martin nun unter anderem über die Wirkung des Fiebers im Kindesalter: „Wir wissen, dass das Immunsystem bei Fieber viel schneller und effizienter arbeitet. Nun gehen wir gemeinsam mit niedergelassenen Kolleginnen, Kollegen und Krankenkassen der Frage nach, wie die Kompetenzen der Eltern im Umgang mit Fieber gestärkt und auch oft unnötig verordnete Antibiotika eingespart werden können“, erläutert Professor Martin. Für die Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seines Projektes „FieberApp Registerstudie“ hat er sich bereits erfolgreich beworben.

Darüber hinaus sollen weitere Schwerpunkte sein, integrative und anthroposophische Ansätze auf universitärer Ebene weiterzuentwickeln und diskursfähiger zu machen und die Erforschung der Wirksamkeit dieser Ansätze weiter auszubauen:  „Die Studienlage zeigt immer deutlicher, wie wirksam integrative und anthroposophische Ansätze für viele Erkrankungen sein können – von akuten Infektionen bis hin zu chronischen Rückenschmerzen und Depression“, sagt David Martin.

Schwerpunkt Lehre

Die Universität Witten/Herdecke weist auch auf einen Schwerpunkt in der Lehre hin: "Dass angehende Ärztinnen und Ärzte umfassend und offen denken lernen, ist für David Martin überaus wichtig. Dazu gehört für ihn, Wissenschaft in ihrer Vielfalt zu begreifen und den Studierenden diese verschiedenen Perspektiven nahezubringen. Dazu eignet sich das Spannungsverhältnis zwischen reduktionistischen und spirituellen Ansätzen sehr gut." Martin selbst sagt: „Ich möchte jungen Menschen ein inspirierendes und würdiges Menschen- und Weltbild vermitteln. Die Medizin und die Wissenschaft an sich tragen die Verantwortung, ein heilsames, friedenstiftendes Menschenbild konsequent herauszuarbeiten. Die Universität Witten/Herdecke hat sich diese Werte auf die Fahnen geschrieben und der Gerhard Kienle Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin trägt sie in Theorie und Praxis weiter, insbesondere dank der 15-jährigen Unterstützung der Software AG – Stiftung“.

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