Pressemitteilungen

In der Ruine eines Hörsaals im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité fand eine Buchvorstellung mit anschließendem Podiumsgespräch statt, das ein bisher wenig bekanntes Kapitel der Medizingeschichte beleuchtete. Der renommierte Schwabe Verlag veröffentlichte kürzlich ein Buch, das tiefgehende Einblicke in die Geschichte der anthroposophischen Ärzteschaft während der Zeit des Nationalsozialismus bietet. Das Werk mit dem Titel „Anthroposophie und Nationalsozialismus. Die anthroposophische Ärzteschaft“ untersucht die komplexen Herausforderungen, denen diese Ärzteschaft im nationalsozialistischen Gesundheitssystem gegenüberstand. Es handelt sich um den ersten Band einer dreibändigen Reihe, deren zweite und dritte Bände bis Ende 2025 erscheinen und die Studie abschließen werden.

Der Dachverband Anthroposophische Medizin beobachtet mit Besorgnis die aktuellen Aussagen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Die Debatte um die Finanzierung homöopathischer und anthroposophischer Behandlungen erfordert eine differenzierte Betrachtung. Die Anthroposophische Medizin ist fest im deutschen Gesundheitssystem verankert und genießt breite Akzeptanz. Minister Lauterbachs Vorschlag, die Finanzierung dieser Therapieformen als Satzungsleistungen zu streichen, wird vom DAMiD als Angriff auf den gesetzlich verankerten Methodenpluralismus in der Medizin und die individuelle Entscheidungsfreiheit der Patient:innen betrachtet.

Eine Krebsdiagnose ist immer ein Schock - auch wenn es inzwischen sehr gute und wirksame Behandlungsmethoden gibt. Beim World Congress of Integrative Oncology (WOCOIO) kamen führende Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt zusammen, um sich auszutauschen über neueste Erfahrungen und Studien. Das gemeinsame Ziel ist, die Versorgung von Krebspatient:innen zu verbessern und ihre Lebensqualität zu erhöhen. Viele Betroffene leiden unter starker Müdigkeit, der sogenannten krebsbedingten Fatigue. Eine der vorgestellten Studien zeigte, dass eine Behandlung mit Mistelextrakten eine positive Wirkung auf das Befinden hat.

Als Reaktion auf die weltweit steigende Nachfrage der Anthroposophischen Medizin hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im März 2023 erstmalig global gültige Ausbildungsstandards (Benchmarks) für die Anthroposophische Medizin veröffentlicht. Die Benchmarks beschreiben Zugangskriterien zu den Ausbildungen, Ausbildungsinhalte und Ausbildungsdauer.

Am bis dato heißesten Tag des Jahres nahmen am 20. Juli 2022 rund 140 Teilnehmer:innen an der Lunch-Session "Zukunft Prävention" teil, die vom DAMiD, dem Kneipp-Bund und dem vdek durchgeführt wurde. Das Thema passte zu den Temperaturen: "Klimawandel - Gesundheit in Gefahr. Welche Präventionskonzepte brauchen wir für die Zukunft?" Eine Vertreterin des Bundesgesundheitsministerium war eingeladen, die Pläne des Ministeriums vorzustellen.

Die Lage in Deutschland ist erneut angespannt. Die Infektionszahlen sind hoch, die Impfquoten liegen hinter den Erwartungen zurück. Allerdings helfen moralischer Druck und Schuldzuweisungen nicht weiter, sondern immer noch Aufklärung und Dialog. Auch der Dachverband Anthroposophische Medizin sagt: "Wir sind froh, dass wir die Impfung haben".