In vielen Zusammenhängen sind narzisstische Prozesse wahrnehmbar und belasten einen fruchtbaren Austausch. Motivierend für die Rechthaberei ist ein Gefühl tief in unserer Seele, etwas Besonderes, Wertvolles zu sein. Wie kann sich dieser positive Kern in der Seele mehr und mehr entfalten? Hierfür sind Gespräche mit anderen Menschen wichtig; auch im Anderen befindet sich dieser wertvolle Seelenkern. Wie können wir in Begegnungen seelisch-geistiges erfassen? Beides wird Thema der Tagung sein.
Zum Narzissmus
In der frühen Kindheit befindet sich unser „Ich“ im Landeanflug. Die wärmenden, belebenden Strahlen unseres kleinen Kindes wollen gesehen und erwidert werden. Dann freuen wir uns und durch die äußere Resonanz verbindet sich unser Ich mehr und mehr mit dem Leib. Werden die Strahlen und die Liebe aus der familiären Umgebung nicht genügend wahrgenommen, entstehen in der kindlichen Seele Leeregefühle. Diese sind schwer erträglich, werden eingekapselt und bilden die Grundlage für narzisstische Eskalationen.- Diese innere Dynamik soll angeschaut werden. Übungen für einen äußeren Schutzraum werden vermittelt. Nur jenseits von Grandiosität und Minderwertigkeit finden wir den eigenen „Stern“.
Innere Voraussetzungen für das therapeutische Gespräch
Gespräch kann Austausch, Begegnung, Mittel zur Erkenntnis und Gemeinschaftsbildung sein. Es kann in der Beichte Sakrament sein, im Gesundheitswesen Heilmittel, in der Religion als Gespräch mit Gott spirituelle Praxis. Es kann auch Streit, Beeinflussung, Erpressung, Verletzung sein. Es entspringt dem seelisch-geistigen Wesen des Menschen. Welche Haltungen können positive Möglichkeiten des Gespräches schaffen? Welche innere Aktivität fördert diese Möglichkeiten? Dazu sollen Möglichkeiten charakterisiert und die eigene Suche danach angeregt werden.
Die Zertifizierung ist beantragt.







