Februar 2026:
Anlässlich des 150. Geburtstags von Dr. med. Ita Wegman veranstaltet die Anthroposophische Gesellschaft am 22. Februar im Goetheanum in Dornach (Schweiz) eine öffentliche Tagung, die sich dem Leben und Wirken dieser außergewöhnlichen Frau und Ärztin widmet. Titel der Veranstaltung: „Mut des Heilens – Was können wir heute von Ita Wegman lernen?“
Ita Wegman war mit Dr. Rudolf Steiner Begründerin der Anthroposophischen Medizin und ihrer Zeit stets voraus. Als kosmopolitische Unternehmerin, Fundraiserin und Initiatorin medizinischer Forschung verband sie ärztliche Praxis, soziale Verantwortung und Innovationskraft in einzigartiger Weise.
Geboren 1876 nahe Jakarta und aufgewachsen in der damaligen Kolonie Niederländisch- Indien (heute Indonesien), ging Wegman 1900 nach Europa. In Berlin absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur medizinischen Masseurin. An der Universität Zürich begann Wegman 1906 als eine der ersten Frauen in der Schweiz ein Medizinstudium. In Zürich hatte sie von zudem eine gynäkologische Praxis.
Mit der Gründung ihres „Anthroposophischen Sanatoriums“, Vorläufer der heutigen Klinik Arlesheim, setzte Wegman 1921 Maßstäbe – medizinisch, organisatorisch und kulturell. Ihr innovatives Klinik- und Führungsverständnis wirkt hier bis heute fort. Eng an das Sanatorium angeschlossen initiierte Wegman zudem eine Heilmittelfabrikation, aus der die heutige Weleda AG und Wala GmbH hervorgingen. Das von ihr 1922 in Arlesheim gegründete erste heilpädagogische Heim war Vorbild für die heilpädagogische Bewegung weltweit.
Ita Wegman war Pionierin einer modernen Medizin. Heute gibt es deutschland- und weltweit ein wachsendes medizinisches Netzwerk, das Schulmedizin mit evidenzbasierter, integrativer Medizin verbindet. Auch wird die Medizin heute zunehmend weiblicher. Der Frauenanteil liegt heute bei rund 65 Prozent im Medizinstudium und bei über 50 Prozent in Kliniken und Praxen und in leitenden Positionen und Universitätsprofessuren steigt der Frauenanteil kontinuierlich. Zahlreiche Studien zeigen Qualitäten auf, die bei Ärztinnen stärker im Vordergrund stehen: Empathisch und dialogorientiert bauen sie häufig eine enge therapeutische Beziehung zu ihren Patientinnen und Patienten auf, mit positiven Effekten selbst in hochspezialisierten und operativen Bereichen.
Ita Wegman ist bis heute in jeder Hinsicht ein Vorbild – daher würdigt die Tagung am Goetheanum ihr beeindruckendes Lebenswerk und lädt dazu ein, den inspirierenden Spuren Ita Wegmans in Gegenwart und Zukunft zu folgen.
Mehr Infos hier: https://medsektion.goetheanum.ch/veranstaltungen/ita-wegman-150-geburtstag






