Geburtstagskerze


Anthroposophische Medizin blickt auf ein besonderes Jahr zurück

Berlin, 2. Dezember 2020. Ganz anders als geplant, aber nicht weniger intensiv – so hat sich unsere Kampagne „100 Jahre Zukunft“ im Jubiläumsjahr der Anthroposophischen Medizin entwickelt. Trotz Corona konnten wir viele Geschichten erzählen und zeigen, warum sich Menschen Tag für Tag für diese ganzheitliche Medizin stark machen.

Anders als geplant

Über ein Jahr lang haben die verschiedenen Akteure der Anthroposophischen Medizin das Jubiläumsjahr vorbereitet – die größten Elemente wie Roadshow, Publikumskongress zum Auftakt sowie das Erzählen von persönlichen Geschichten wurden festgelegt. Dann kam alles anders: Fast alle Veranstaltungen mussten abgesagt werden, so auch die Mehrzahl der dezentralen Veranstaltungen im Rahmen der Roadshow. Lediglich die Medizinische Jahrestagung konnte in der Schweiz im September 2020 als Jubiläums-Fest unter strengen Hygieneauflagen stattfinden.

Was tun? Neue Formate überlegen! Es sind neue Filme mit persönlichen Berichten und Gesprächen entstanden. Auch andere Materialien zur Anthroposophischen Medizin wurden zunehmend digitalisiert.

Neue Wege gehen

In die gesamtgesellschaftliche Debatte, wie der Umgang mit der Pandemie sein sollte, hat sich die Anthroposophische Medizin in diesem Jahr immer wieder eingebracht – und im übrigen durch das konkrete Tun ganz selbstverständlich ihren Teil dazu beigetragen, die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten zu leisten.

In Berlin hat zum Beispiel das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe blitzschnell reagiert und im März 2020 die erste Corona-Ambulanz in ganz Berlin auf die Beine gestellt. Und im Herbst 2020 gehörte (das vergleichsweise kleine) Krankenhaus Havelhöhe zu den Kliniken in Berlin, die am meisten Covid-19-PatientInnen aufgenommen haben. Die flachen Strukturen in vielen anthroposophischen Kliniken haben diese schnellen Reaktionen überhaupt erst ermöglicht: „Wir haben deutlich gezeigt, welchen selbstverständlichen Beitrag wir zur Bewältigung der Krise leisten konnten“, kommentiert Barbara Wais, Geschäftsführerin des DAMiD.

Perspektiven erweitern

Neben dem praktischen Einsatz hat die Anthroposophische Medizin im Jahresverlauf immer wieder gefordert, die Perspektive zu weiten und die Debatte nicht ausschließlich den Virologen zu überlassen. Auch andere Disziplinen und Fachrichtungen müssen sich beteiligen können. Dafür steht die Anthroposophische Medizin heute mehr denn je ein.

Weitere Infos zum Jubiläums-Jahr „100 Jahre Zukunft“ finden Sie hier: www.100JahreZukunft.de

 

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