Anthroposophische Medizin lässt mich mit Freude Arzt sein! Nicht nur, was meinen Patienten fehlt, ist wichtig, sondern wer sie sind. Danach fragt die Anthroposophische Medizin. Und sie gibt mir viele Möglichkeiten, mit meinen kleinen Patienten oder deren Eltern ins Gespräch zu kommen und sie hilfreich zu beraten. Wenn sich Patienten und Familien gesehen und verstanden fühlen, kann Medizin ganz anders wirken.

Mit Anthroposophischer Medizin kann ich den Gebrauch der Schulmedizin auf das beschränken, wo sie wirklich notwendig ist – und dann oft sehr gut wirkt. Andererseits können viele akute Erkrankungen mit der Hilfe von äußeren Anwendungen, anthroposophischen Arzneimitteln und guter Ernährung ganz ohne Antibiotika und fiebersenkende Mittel überwunden werden.

In der Begleitung von Menschen mit Assistenzbedarf und in der Behandlung schwer kranker Patienten bemerke ich, wie tragend eine Medizin ist, die den ganzen Menschen einbezieht und alle Aspekte seiner Behandlung integrieren kann. Das bedeutet mir als Arzt sehr viel!

Georg Soldner, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD), Stellvertretender Leiter der Medizinischen Sektion am Goetheanum (Schweiz)

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