Ansicht Stifte für Kunsttherapie

Für die Anthroposophische Medizin liegen heute zahlreiche gute wissenschaftliche Ergebnisse zu verschiedenen (chronischen) Krankheitsbildern vor

Berlin, 5. Juli 2021. Es tut sich viel in der (internationalen) Erforschung der Anthroposophischen Kunsttherapie: Aus den letzten 20 Jahren liegen heute zahlreiche gute Studien und vielversprechende wissenschaftliche Ergebnisse vor. Insbesondere für chronische Erkrankungen zeigt sich ein breites Forschungsspektrum. Zur Anthroposophischen Kunsttherapie gehören die vier Fachbereiche Plastik, Malerei, Musik und Sprachgestaltung.

Stark bei chronischen Erkrankungen

Konkret konnten aus der ambulanten und stationären Versorgung wissenschaftliche Nachweise für positive Effekte bei den folgenden chronischen Erkrankungen gezeigt werden:

  • Affektive Störungen
  • Angststörungen
  • Erschöpfung
  • Krankheiten des Nervensystems
  • Bösartige Neubildungen
  • Asthma bronchiale
  • Migräne
  • Chronische Schmerzen bei Postpolio Syndrom
  • Stress bei Frühgeborenen und ihren Müttern
  • Erschöpfung bei Brustkrebsüberlebenden
  • Palliativ-Behandlung bei Krebs

Breites Einsatzspektrum in allen Lebensaltern

Grundsätzlich kann die Anthroposophische Kunsttherapie in allen Lebensstufen genutzt werden. Stationär wird sie in zahlreichen somatischen, psychosomatischen und psychiatrischen Fachabteilungen von der Neonatologie bis zur Palliativmedizin eingesetzt. In der ambulanten Versorgung werden die Therapien überwiegend als Einzelmaßnahme verordnet, aber auch im Rahmen der » Integrierten Versorgung mit Anthroposophischer Medizin.

Auch Kinder und Jugendliche profitieren: Verschiedene Forschungsvorhaben konnten zeigen, dass bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 1 bis 16 Jahren, die an chronischen Erkrankungen leiden und die mit Anthroposophischer Kunsttherapie und Eurythmietherapie behandelt wurden, nachhaltige Verbesserungen erzielt wurden. Gute Ergebnisse liegen für folgende Diagnosen vor: Verhaltens- und emotionale Störungen, Entwicklungsstörungen, Hyperkinetische Störungen, nicht näher bezeichnete Harninkontinenz sowie Asthma bronchiale.

Mehr erfahren?

Weitere Infos gibt es beim » Berufsverband für Anthroposophische Kunsttherapie (BVAKT)

Eine Übersicht über die wichtigsten Studien der vergangenen 20 Jahre finden Sie ebenfalls beim » BVAKT

Wer wissenschaftlich weiter recherchieren möchte: Seit 2019 ist mit dem » Journal of Arts Therapies – Journal of Art-, Music-, Dance-, Drama-, and Poetry-Therapy (JAT) – eine neue wissenschaftliche Fachzeitschrift für Originalpublikationen online. Das JAT wird von der Wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Künstlerische Therapien (WFKT) herausgegeben.

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