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»Warum Anthro-Medizin?

Die Anthroposophische Medizin stellt sich vor

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Deutscher Bundestag / Journalisten

Die Zeit wird knapp: In dieser Legislaturperiode war geplant, die Suizidbeihilfe neu zu regeln, nachdem das Bundesverfassungsgericht Anfang 2020 die bisher gültige Regelung gekippt hatte. Inzwischen liegen drei interfraktionelle Entwürfe vor – allerdings scheint zwischen den Fraktionen umstritten zu sein, ob man das Thema bis zur Bundestagswahl abschließen kann, obwohl es Ende April eine durchaus differenzierte Debatte im Bundestag gegeben hat. Zu dem Thema liegt inzwischen auch eine interessante » Stellungnahme aus der Anthroposophischen Medizin vor. Auch ein anderes großes Debattenthema wurde in den vergangenen Wochen in Politik und Selbstverwaltung diskutiert: die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Dazu gibt es vielversprechende Neuigkeiten aus den USA mit dem Digital-Projekt „Open Notes“ für mehr Transparenz in der Arzt-Patienten-Kommunikation. Weitere News haben wir außerdem zur Frage nach den Symptomen von Long- bzw. Post-COVID sowie zu einem neuen Beratungsangebot zur Integrativen Onkologie an der Uni Tübingen zusammengefasst.

Die Meldungen:

» Sterbehilfe: Wann kommt die neue Regelung?
» Corona: Studie zu Long-Covid
» Mehr Transparenz in der Arzt-Patienten-Kommunikation
» Integrative Krebsmedzin - neues Angebot in Tübingen

 

Sterbehilfe: Wann kommt die neue Regelung?

Pixabay hand SterbehilfeBerlin, 3. Mai 2021. Über ein Jahr ist es her, dass das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) das seit 2015 bestehende Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe gekippt und das Recht auf selbstbestimmtes Sterben gestärkt hat. Seitdem ist die Sterbehilfe in Deutschland gesetzlich nicht geregelt, sie ist momentan de facto frei zugänglich, aber gleichzeitig von den teils restriktiven berufsrechtlichen Vorgaben in den jeweiligen Landesärztekammern abhängig.

Beim Ärztetag im Mai 2021 wird das Thema deshalb auf der Tagesordnung stehen – die Ärzteschaft ist in dieser sensiblen Frage, die den Kern des ärztlichen Selbstverständnisses berührt, gespalten. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hatte kürzlich wieder zu Protokoll gegeben, dass er eine „Einbindung in die organisierte Suizidbeihilfe“ ablehne. Trotzdem kann sich eine wachsende Anzahl von ÄrztInnen die Suizidassistenz als ärztliche Aufgabe vorstellen.

Debatte im Parlament

Nun neigt sich die Legislaturperiode dem Ende zu und es wird eng für ein neues Gesetz. Zwar liegen inzwischen drei fraktionsübergreifende Vorschläge vor, auch eine Orientierungsdebatte fand im Bundestag Ende April 2021 statt. Die Debatte wurde als „ernsthaft, würdevoll und quer zu parteipolitischen Grenzen“ beschrieben. Es herrschte weitgehend Einigkeit darüber, dass das Bundesverfassungsgericht die Selbstbestimmung des Menschen gestärkt und dem Parlament die Aufgabe gestellt habe, Räume für den assistierten Suizid zu schaffen. Einig war man sich auch, dass der assistierte Suizid keine Normalität werden dürfe. Stattdessen gelte es, Hilfs- und Beratungsangebote sowie die Hospiz- und Palliativversorgung auszubauen.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte zuvor ebenfalls einen Arbeitsentwurf entwickelt, in dem die Sterbehilfe nur nach ärztlicher Beratung erlaubt werden solle, den das Ministerium jedoch zunächst nicht veröffentlichen wolle. Abgeordnete der FDP-Fraktion werfen Union und Grünen vor, das Vorhaben auszubremsen und eine Entscheidung bewusst in die nächste Legislatur zu verschieben.

Verknüpfung von Todeswunsch und Lebenssinn

Auch die Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin der Medizinischen Sektion am Goetheanum hat sich mit der Thematik befasst: „Hinter jedem Todeswunsch und jeder Suizidabsicht steht eine Not. Diese zu erkennen, ist Aufgabe einer differenzierten Begutachtung und qualifizierten Beratung. Folgt der Suizidwunsch einer hintergründigen Not, so handelt es sich nicht um eine freie, autonomiegelenkte Entschlussbildung, sondern um eine notgetriebene Handlungsabsicht. Entscheidend ist dabei, ob es gelingt, diese Not zu erkennen und Abhilfe zu schaffen – dann können sich neue Lebensperspektiven durch eine vertrauensvolle und kompetente Begleitung eröffnen.“

Quellen:

„Assistierter Suizid und aktive Sterbehilfe“, Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin, Medizinische Sektion, 10. April 2021
„‘Ernsthaft und würdevoll!‘ Bundestags diskutiert Sterbehilfe“, Ärzte Zeitung, 21. April 2021

 

Corona: Studie zu Long-COVID

mask 4964590 1280Berlin, 3. Mai 2021. Long-COVID hat viele Gesichter: anhaltende Erschöpfung, Kopfschmerzen, Gedächtnislücken, Schläfrigkeit, psychische Probleme – um nur einige zu nennen. Um mehr Übersicht über die sehr unterschiedlichen Symptome und Ausprägungen zu bekommen, haben ForscherInnen der Yale-Universität aus den USA in einer Studie mehr als 3.800 TeilnehmerInnen zu COVID-19-Spätfolgen befragt. Die Ergebnisse: Am häufigsten genannt wurden kognitive Beeinträchtigungen (zum Beispiel „Nebel im Hirn“ / Brain Fog als häufigstes neuropsychiatrisches Symptom), rund die Hälfte klagte über neuromuskuläre Beschwerden, ein Drittel litt unter starken Kopfschmerzen, etwa 15 Prozent unter Ängsten und Depressionen, 10 Prozent hatten eine anhaltende schwere Anosmie, ebenso viele gravierende Schlafprobleme.

Interessant war auch, dass die PatientInnen mit Long-COVID nicht unbedingt einen schweren akuten Verlauf gehabt haben müssen: In der Kohorte hatten zwei Drittel die Infektion zu Hause auskuriert, nur 19 Prozent waren auf einer Intensivstation. Das Durchschnittsalter für Long-COVID betrug 49 Jahre.

Wie häufig Long-COVID-Beschwerden auftreten, ist jedoch ungewiss, größere Studien hierzu gibt es (noch) nicht. Geschätzt wird, dass etwa 10 Prozent aller Infizierten mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben dürften – valide Zahlen gibt es jedoch noch nicht. Auch über die Ursachen der neuropsychiatrischen Beschwerden wird noch spekuliert – dazu sind international verschiedene Studien angelaufen.

Quelle:

„Rätsel um Ursache von Long-COVID gelüftet?“, Ärzte Zeitung, 21. April 2021 (nur für eingeloggte BenutzerInnen)

 

Mehr Transparenz in der Arzt-Patienten-Kommunikation

Pexels 17663 Smartphone WebBerlin, 3. Mai 2021. Deutschland gilt nicht gerade als Speerspitze für die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Deutliche Kritik hat deshalb der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR) geäußert und in einem neuen Gutachten zahlreiche Vorschläge gemacht – zum Beispiel die Forderung nach Verpflichtung zur elektronischen Patientenakte für alle Versicherten der Gesetzlichen Krankenkassen.

Open Notes – mehr Transparenz für Patienten

Nicht alle können sich diesen Empfehlungen anschließen. Während die Debatte in der Gesundheitspolitik also weitergeht, macht das Digital-Projekt „Open Notes“ („offene Akte“) international von sich reden: „Open Notes“ wurde an der Harvard Medical Law School entwickelt, um zwischen ÄrztInnen und PatientInnen mehr Transparenz zu entwickeln. Nun gehen die Amerikaner einen Schritt weiter: Seit April 2021 ist die „offene Akte“ in den USA verpflichtend. Das Besondere daran ist, dass PatientInnen Einsicht in ihre Akte, in Befunde sowie in ärztliche Notizen und Aufzeichnungen haben.

Uni Witten/Herdecke als deutscher Pionier für Open Notes

In Deutschland hat die Universitätsambulanz für Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde an der Universität Witten/Herdecke das Konzept als Pionier aufgegriffen. „Das ist ein echter Meilenstein, eine sehr positive Entwicklung“, freut sich Prof. Dr. Tobias Esch, Leiter des Instituts für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung an der Universität Witten/Herdecke.

Bis 2015 war der Arzt, Neurowissenschaftler und Gesundheitsforscher Tobias Esch selbst in Boston im Open Notes-Team tätig und brachte das Thema von dort nach Witten mit. „In Deutschland sind wir von einem derartigen Standard bisher noch weit entfernt. Allerdings: Es entsteht auch hier ein zunehmendes Bewusstsein für die Relevanz einer guten und transparenten Kommunikation in der Medizin.“

Über ein Online-Gesundheitsportal, das über die Webseite der Ambulanz zugänglich ist, können Patientinnen und Patienten datengeschützt jederzeit und von überall aus auf ihre persönliche Patientenakte mit allen Unterlagen zugreifen: Laborwerte, Medikamentenpläne, Ultraschallbilder etc. sind hier hinterlegt. Außerdem werden alle Einträge und Notizen des Behandlungsteams der Uniambulanz angezeigt.

Quellen:

„Tobias Esch: OpenNotes integrieren und Selbstverwaltung in der Grundversorgung in Deutschland fördern: Das Witten-Modell“, the bmj opinion, 1. April 2021
„Sachverständige fordern radikales Umdenken beim Digitalisieren“, Ärzte Zeitung, 24. März 2021

Integrative Krebsmedizin – neues Angebot in Tübingen

pexels thirdman webBerlin, 3. Mai 2021. ÄrztInnen und Pflegekräfte der Universitätskliniken in Baden-Württemberg beraten PatientInnen mit Krebserkrankungen jetzt gemeinsam dazu, welche Maßnahmen aus dem Bereich Komplementäre Medizin und Pflege (KMP) ihnen helfen könnten. Denn viele Patienten möchten im Kampf gegen den Krebs selbst aktiv werden und wenden komplementäre Methoden wie z.B. Mistel- oder Selentherapie an – aber nicht alle haben den Eindruck, dass sie mit ihren behandelnden OnkologInnen darüber offen sprechen können.

Um Patientinnen und Patienten in dieser Situation mit fundierter Beratung zu einer guten Entscheidung zu verhelfen, wurde das Projekt » CCC-integrativ etabliert. Die vier teilnehmenden onkologischen Spitzenzentren in Baden-Württemberg (Freiburg, Heidelberg, Tübingen, Ulm) haben dafür ein spezifisches Beratungsangebot entwickelt und werten die Beratungsgespräche außerdem wissenschaftlich aus.

PatientInnen zur Entscheidung befähigen

„Die Patienten sollen dann selbstständig entscheiden können, ob und wenn ja welche KMP sie in An¬spruch nehmen wollen“, erläutert die Studienleiterin Stefanie Joos, Direktorin des Instituts für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät Tübingen den Ansatz im Deutschen Ärzteblatt (online, 25. März 2021). „Von dem Programm erhoffen wir uns eine Verbesserung der Versorgung onkologischer Patienten, indem wir ihre Gesundheitskompetenz und ihre Selbstwirksamkeit stärken“.

Die Studie wird organisiert und geleitet vom Universitätsklinikum Tübingen am Institut für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung.

Mehr erfahren?

Mehr Infos zum Beratungsangebot finden Sie online bei der Uni Tübingen im » Comprehensive Cancer Center Tübingen / Stuttgart

Quellen:

„Neues Beratungsprogramm zu komplementären Verfahren in der Krebstherapie“, Deutsches Ärzteblatt, 25. März 2021

 

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